Über Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Berücksichtigung der übrigen Methoden ... / Johannes Hahn.
- Hahn, Johannes.
- Date:
- 1888
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Credit: Über Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Berücksichtigung der übrigen Methoden ... / Johannes Hahn. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![geht hervor, dass abgetrennte Teile ilire Lebensfähigkeit lange Zeit behalten. Ollier28 schätzt diejenige der Haut für ungefähr ebenso gross wie die des Periostes: dieses producierte, wie Ollier’s Versuche lehrten, von Tieren 24 Stunden nach dem Tod genommen und mehrere Grade unter Null abgekühlt, noch Knochensubstanz. Eine halbe Stunde uud länger kann man die Hautlappen sehr gut bis zum Annähen liegen lassen, wenn man sie nur vor Eintrocknen schützt. Dies empfiehlt sich sogar als zweckmässig, um die Schrumpfung des Lappens möglichst abzuwarten. Lucas (]. c.) hält es für möglich, abgelöste Hautteile, etwa in einem verschlossenen Glasgefäss oder in Guttapercha verpackt, zu ver- schicken, und ist überzeugt, dass die Haut lebend bleibt bis zum Beginn der Fäulnis. Es ist also nicht nötig, besondere Vorkehrungen zu tretfen, um die Haut in der Zwischenzeit bis zur Anheftung, wenn diese nicht alsbald stattfinden kann, unter Bedingungen zu erhalten, die denen ihres natürlichen Standortes möglichst gleich sind. Die Erhaltung des Lappens auf Körpertemperatur schien früher ganz unerlässlich; man benutzte dazu warmes Wasser, erwärmten Wein und alle möglichen Mischungen von balsamischen Flüssigkeiten. Sehr einfach machte es in dem Fall Bartlielemy43 der Patient selbst, indem er seine abgehauene Nase in den Mund steckte, um sie in den 5 Stunden, die bis zur Anheftung vergingen, hübsch warm zu halten. Es dürfte sich übrigens nur nützlich erweisen, die Hautstücke in einer cc. 37° C. warmen, sterilisierten Kochsalzlösung von 0,7 % zu conservieren, da hier jedenfalls die ungünstigen Verhältnisse nach der Excision am wenigsten Schaden thun können. Von grosser Bedeutung ist die Befestigungsweise des Lappens auf der Wundfläche. Reverdin hat seine Pfropfungsstückchen mit Heftpflasterstreifen, die auch als einziger Verband dienten, in ihrer Lage fixiert . Es zeigte sich aber dies bald als unpraktisch: man konnte den Verband nur mit grosser Mühe erneuern, da man stets Gefahr lief, die noch nicht sehr festsitzenden Greftes mit abzureissen. Empfehlenswerter ist es jedenfalls, sich der Naht zu bedienen, am besten mittels Catgut, um das man sich nachher nicht mehr zu kümmern braucht. Man lege die Fäden nicht sehr fest an, damit der Lappen nicht zu sehr gezerrt wird, und versuche nicht, demselben durch den Zug der Ligaturen etwa eine passendere Form zu geben. Ganz besonders ist darauf zu achten, dass sich nach dem Nähen die Ränder des Lappens und die der anliegenden Haut möglichst](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22472344_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)