Compendium der Physiologie des Menschen : mit Einschluss der Entwickelungsgeschichte / von Adolf Fick.
- Adolf Fick
- Date:
- 1874
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Credit: Compendium der Physiologie des Menschen : mit Einschluss der Entwickelungsgeschichte / von Adolf Fick. Source: Wellcome Collection.
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![«Icni VA die iiiuijcKt'lii'h' L.i^'c ^c^^chni ist, so d.iss diT llinliiyn ilrn iiii- lorslon Tlicil Itililcl. Kr scihsl ist scliwar/ ;iiif,u'lc};l mit einer ;^i;iiieii AndiMilniij^- der Aida^o des NiM'voneenlraloryaiis. Das inilllere Keimhlall, sowohl die lUiinplNvaiidiingsplalle als die DanTiraser|dalle, ist iduTalL wo sein Dnrolisolinill erscln-int, als ansj^ezogenc Linie <fez<'i(lin(;t, wcIcIk! nalür- licli irgendwo in das Schwarze dos Embryo, das ja zum mitllei-en Keim- blalte gehört, auslaufen muss. Das Iloriihlalt ist als so gesirichollc liinio dargeslelil und bildet eine in sich ziMM'lcklaurcndo geschlossene Kurve, Das Drüscnblatl ist durch eine so punkürle Linie dargeslelil, die ebenfalls in sich selbst zurückkehrt. Der von ihr umschlossene Raum, zu welchem also die Darmhüble des Embryo und die Dollerblase fnebst der al bezeichneten Blase) gehört, ist schraffirt. Die freien Ränder am der Amnionfalle vorn und hinten sind in Fig. 55 schon ganz nahe bei- einander. Wenn sie sich vereinigt haben und sich dann das dem Embryo zunächst liegende Blatt von dem peripherischen gelrennt hat, dann er- scheint der Embryo eingeschlossen in einer über seinem Rücken zusam- menhängenden Blase, der Amnionblase. Die eingeschnürte Verbindung zwischen dem Darmrohre / und dem Dotlerbläschen (in welchem der Buchslab t bei einer Linie, deren Bedeutung später zu erörtern ist, steht) ist der ductvs vitello-intesHnalis. Er ist auch in Fig. 52 als die enge, weisse Stelle genau in der Mitte unterhalb / zu sehen. Mit der Entstehung des Amnion gleichzeitig gehen im Embryo ver-52i5. schiedene weitere Entwickelungen vor und neue Organanlagen entstehen. Sie sind zum Theil in den Figuren (50—52) mit angedeutet. Die Ur- wirbelplatten wachsen um die chorda dorsalis. Schon frühzeitig war die Urwirbelplatte jederseits in hintereinander liegende Stücke — die primi- tiven Wirbel — zerfallen. In jedem solchen Stücke entwickelt sich vorn die Anlage zum Spinalnerven, hinten die Anlage zum Wirbel. Später sondert sich das vordere Stück jedes primitiven Wirbels vom hintern und vereinigt sich mit dem hintern des vorhergehenden zum sekundären oder bleibenden Wirbel mit dem zugehörigen Spinalnervenstamm. An dieser Sonderung nimmt die oberste Parthie des primitiven Wirbels nicht Theil, Sie verbindet also später je einen Wirbel mit dem nachfolgenden und stellt den betreffenden Muskel dar, welcher zwischen den beiden Wirbeln überspringt. In Fig. 52 sieht man die aus den Urwirbelplalten hervor- gegangenen Bildungen: bei mu die zuletzt erwähnte Muskelplatte, bei g das Spinalganglion, bei v die vordere Nervenwurzel, bei «]; den Nerven- stamm, der nun in die Seitenplatten einwächst. Die Nerveuwurzeln ver- binden sich später mit dem Rückenmarke. Dass die ganze Urwirbelmasse um die Chorda ch herumgewachsen ist, sieht man ohnehin durch Ver- gleichuug mit Fig. 50. Am inneren Ende der Seitenplatten, wo sie in die Urwirbelplalten übergehen, treten die sogenannten Urniereugänge {u n Fi OK, Physiologie. 2- Aufl. 23](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21051987_0367.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


