Ueber Tabaksamblyopie und verwandte Zustände / von J. Hirschberg.
- Herschberg, J.
- Date:
- 1887
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Credit: Ueber Tabaksamblyopie und verwandte Zustände / von J. Hirschberg. Source: Wellcome Collection.
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![Perimeter zur Ergänzung, resp. Controle der Resultate benutzt. Will man sich ein Bild verschaffen von der Aus- dehnung der normal oder überhaupt functionirenden Netz- hautfläche, so empfiehlt sich die Protection derselben auf eine Fläche wie die Ebene der Tafel. Die an sich schon zeit- raubenden Untersuchungen sind so relativ rasch und sicher anzustellen, und der Einfluss der Ermüdung auf die Itfetzhaut- function des Untersuchten bei zweckmässiger Einschaltung von Pausen am besten zu vermeiden. Um die auf den sub jectiven Angaben des Patienten beruhenden Resultate mög- lichst zu objectiviren, wurden Controlversuche in keinem Falle vernachlässigt. Kein Gesichtsfeld ist aufgezeichnet, wo nicht der Patient durch richtige Angabe seines blinden Flecks, der dem Sehnerveneintritt entspricht und ungefähr vom 12. bis 18. Winkelgrad lateralwärts vom Fixirpunkt reicht, seine mo- mentane Aufmerksamkeit und Brauchbarkeit nachgewiesen hatte. — Ich gehe nunmehr dazu über, Ihnen die Fälle kurz vor- zuführen, bei denen ich während der letzten neun Monate also ungefähr unter 2500 neuen Augenkranken, die Diagnose der Tabaksamblyopie gestellt und füge die sämmtlichen chro- nischen Amblyopien ohne wesentlichen Spiegelbefund bei, um das Material meiner Schlussfolgerungen Ihrem Urtheil zu unterbreiten. II. 1) [Arablyopia nicotiana.] Herr Pianist ß., 52 Jahre alt, kommt 13./1. 1878 wegen einer seit Kurzem bestehenden Seh- störung. Patient ist kräftig gebaut, aber dürftig genährt. „Das Eauchen, sagt der recht verständige Mann, „ist meine einzige Leidenschaft. Er raucht des Morgens schon im Bett, raucht den ganzen Tag hindurch; raucht jeden Abend — während er in öffentlichen Localen Piano spielt, — 6 bis 8 Cigarren. Dazu nimmt er auch 1 bis 2 Cognacs; behauptet aber entschieden kein Trinker zu sein: was wir ihm nach seinem Verhalten bei wieder- holter Untersuchung wohl glauben mögen. Augenspiegelbefund normal. S. c.1) Vi 2 recnts> Ve linliS* Bds* typisches paracentrisches i) S. c. = centrale Sehschärfe. (Die Norm gleich 1 gesetzt.)](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21634294_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


