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Credit: Handbuch der gewebelehre des menschen. Source: Wellcome Collection.
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![iiberall doppelten Conturen, das einerseits au der ScJmmm'schen Scheide, aiiderseits mn Achseiicylinder wurzelt. Da Pepsin- und Tiypsiiiverdauung diese Geriiste uicht wesentlicli verandern, so betrachten Elvald und Kiiline dieselben als aus Horn^toff (Neurokeratin E. u. K.) bestehend und nehmen an den Nervenfasern iiussere uud innere Hornscheiden an, zwisclien Avelcben jedoch mehr oder minder stark verastelte Briicken ausgespannt seien, welche Scheiden als natiirliclie Bildungen und ids Hiillen, Stiitzen und Unterlagen der weicben Marksubstanz aufgefasst werden. Das Eivald-Kuhne'sche Gertist ist leicbt nacbzuweise]i und wurde, seit Ti^- zoni 1878 dasselbe an mit Chloroform gekocbten Nei-ven bestatigt hat, wohl von vielen gesehen, aber ausser von Tizzoni, Fertile, niir (Fig. 333) imd Gedoelst von Niemand abgebildet. InBe- ti'eff der genauerenBeschaffenheit desselben und seinerDeut- ung hen'schen dagegen noch widersprechende Ansichten. Gehe ich zuerst auf die Beschaffenheit des Netzes ein, so kann ich mit Fertile nicht ixbereinstimmen, der dasselbe als erne der Sdmann'schen Scheide an- liegende hautaitige Ausbreituug oder als einen Hohl- cylinder beschreibt, und habe ich in alien Fallen, in denen das Netz gut ausgepragt wai, dasselbe wesent- hch so gesehen, wie Etvald und Kiiline und Tizzoni es schildern. Im Einzelnen ist nun aber in Betreff der Ait und Weise, wie Nervenfasern, denen das Mai'k ausgezogen wurde, sich verhalten, zu bemerken, dass dieselben eine grosse Mannigfaltigkeit der Erscheinungen darbieten. In der Mehrzahl der Falle findet man an mit Alkohol absolutus gekochten imd nachher mit Aether behandelten Nerven das Eivald - Kiihne'sche Netz, doch erscheint dasselbe sehi* verschiedenartig, in- dem es bald grobe Maschen und Balken darbietet, wie in der Fig. 333, und in der Abbildung von Tizzoni verbimdenen feinen Faserchen besteht und nur enge Liicken zeigt. Solche feine Netze gehen dann schliesslich in noch zai'tere Bildungen iiber. die einfach feinkornig erscheinen (Fig. 334) und doch, wie Uebergangsstellen lehren, aus feinsten Maschen bestehen. Alle Fasern mit solchen Netzen zeigen Fig. 333. Norvenfaser des Frosches mit Alkohol gekocht. Im Innern der ver- bogene Achsencylinder. Zwischen demselben und der Schwann'sch&n Scheide das so- genannte Neurokeratinnetz, ein Kunstprodukt. Starke Vergr. Fig. 334. Nervenfaser des Frosches mit Chromosmium-Essigsliure und Alkohol behandelt. Starke Vergr.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21272062_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)