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Credit: Handbuch der gewebelehre des menschen. Source: Wellcome Collection.
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![sellWMellrosenroth, unci bestelieii aus einer iiusserst zarten, sehr fein gekornten I.aiiK'llo —. Aehnliches Imbo audi icli an Chlorofoniipraparaten gesehen, jedoch nicht so schou wie an (loin obeu bescliriebenen Fasera. In neuester Zeit bcschrcibt auch Schiefferdecker die Trichter, die er Zwischentrichter uennt, und behauptet, dass dieselben in Silber und Osmium sich dunkel farben (Gewebelehre IS. 188, Fig. 115—117). Fig, I'lS zeigt dieselben im Querscbnitte von Nerven- fasern, wo schon lianvier sie wahr- genommen hat (Leyons I pi. II Fig 7). Alles bisher Aiigegebene bezog sicb nur auf periphere Nervenfasern des Men- scben, von Saugern und des Frosches, nuii ist aber auch noch der centralen Fasern zu gedenken, die wieder Eigenes ergeben. Digerut man kleine Stiicke des Riicken- marks des Ochsen in absolutem Alkohol wahrend 3—4 Tagen bei 30° R. und be- handelt dann feine Schnitte mit karmin- saurem Natron, so ge\\'innt man ^vunderbal• schone Bilder des Gliageriistes und er- halt die Nervenfasern der weissen Substanz in situ gut erhalteii und bei sorgfaltigem Zerzupfen auch sti'eckenweise isolu't. An solchen Fasern stellt der seines Myelins bei'aubte Markmantel eine unterbro- chene Lage dar und erkennt man an der Grosse der Theilstiicke leicht, dass die Unterbrechuugeu den LantenjiaJin'schen Spalten entsprechen. In der That haben auch viele der Markreste eine konische oder Trichterform, wahrend andere emfach rohrenforniig oder selbst rmgformig er- scheiuen. Dieselben sind femer blassrosa gefiirbt und sehen un Profil wie kornige Hautcheu aus, ergeben sich jedoch im Flachenbilde a Is aus feinen Netzen bestehend. Somit bringt Alkohol auch an centralen Fasern ahnliche Bddungen hervor, wie EIVaid und Kiiline sie an den peripheren Fasern fanden (und auch an den Fasern des Markes andeutimgsweise gesehen' zu haben scheinen), mit dem Unter- schiede jedoch, dass ununterbrochene Netze, soviel ich bisher sah, ausnahmslos Fig. 337. Nervenfasern aus dem Riickenmark des Ochsen mit MiUlefscher Fliissig- keit, Alkohol und karminsaurem Amnioniak behandelt. Starke Vergr. 1. Eine starke Faser mit massig deutlichen Lantermann''s,c\\Qn Zwischentrichtern. 2. Eine feine Faser mit sehr scharfgezeichneten Trichtern. 3. Eine grobe Faser mit undeutlichen Trichtern. Achsencylinder bei alien Fasern deutlich. p]ino aussere Begrenzungslinie der Fasern nur bei 2 zu erkennen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21272062_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)