Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der gewebelehre des menschen. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by UCL Library Services. The original may be consulted at UCL (University College London)
39/378 (page 31)
![thicus imd iu den Milziierven der Wiederkiiuer, welche lezteren vorwiegend und in vielen Aesteu ausschliesslich 'aus solchen Gebilden bestelien. Dieselben ergeben sich als 3—4 (.i starke, im Allgemeinen rundliche Fasern (Fig. 350), die einandfer parallel verlaufend, grossere oder kleinere sekundare Biindel bilden, die in starkei'en Aesten nochmals zu grosseren Einheiten zusannnenti-eten (Fig. 352, 353). Diese J?em aA;'schen Fasern sind keine anatomischen Ein- beiten, sondern besteben einfach aus Biindeln feiner Fasern, die icb scbon seit Langem als nackte Achsencylinder oder marklose Nervenfasern ohne ^Sc/Mt'aww'scbe Scheide deutete. (Gewebelebre 5. Aufl. 1867 S. 247, 330.) Die Zusammensetzung dieser Fasern aus Fibrillen wurde spater von vielen Autoren, wie M. Schtdtse, Waldeyer, Ranvier, Axel Key und Ret gins, B overt, S chieffer decker angenommen, docb sprecben sicb nur die letzten beiden Autoren tiber die Bedeutung der betreffenden Fibrillen aus. S chief fer decher erklart dieselben als Achsencylinder und die i2emaA;'schen Fasern als Biindel solcher mit einer melir weniger vollstandigen Schwann'schen Scbeide, wogegen JBoveri in vollem Gegensatze bierzu jede Fibrille als einer ganzen Nervenfaser gleicbwerthig eracbtet. Gehen wir nun vorerst naber auf den Bau und die sonstige Bescbaffenbeit der jRewayt'scben Fasern ein, so ist in erster Linie bervorzubeben, dass dieselben c h 6 m i s c h sebr wesentlicb vom Bindegewebe sicb unterscbeiden, indem sie beim Kocben nicht durcbsicbtig und gallertig werden und sich nicht auflosen, sondern Fig. 349. P]ine Nervenfaser von Rana, in der die Markbildung bereits begonnen hat, und markhalfcige und marklose Fasern b aneinanderstossen; n' Segmente mit Mark, die den Kern der ScMvann'schen Scheide meist deutlich, doch nicht immer in der Mitte zeigen; s Segmente, deren Markscheide kaum liinger ist als der Kern der jS^c/iwaHn'schen Zellen; f feinste blasse Endigungen (nackte Achsencylinder), die von den Einachniirungs- stellen der anderen Fasern ausgehen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21272062_0039.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)