Einige neue Fälle von Myositis ossificans progressiva / mitgetheilt von Gyula Pintér.
- Pintér, Gyula.
- Date:
- [1883?]
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Credit: Einige neue Fälle von Myositis ossificans progressiva / mitgetheilt von Gyula Pintér. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gegenüber, die auf Traumen theils den Ausbruch des Leidens, theils neuer Attaquen constatiren Hessen. Dagegen gelangt man zum Schlüsse, dass eine congenitale Prädisposition zur iMyos. oss. progr. thatsächlich besteht, aus folgenden Gründen: 1) Fehlen, wie oben erwähnt, alle Schädlichkeitsmomente, die mit irgend welchen Constitutionsanomalien in Causalnexus gebracht werden könnten (schlechte hygienische Verhältnisse, Traumen) in sorgfältigst beobachteten und unter den gün- stigsten hygienischen Verhältnissen befindlichen Fällen (Uhde, Krause); auch im Falle von Florschütz - Gerber') und in meinem Falle wurden Traumen direct in Abrede gestellt und sollen die letzteren Patienten in guter Landluft, in trockener, gesunder Wohnung, bei nahrhafter, ausreichender Kost herangewachsen sein. 2) Tritt die Erkrankung in fast allen Fällen sehr frühzeitig, in den ersten Lebensjahren auf. Unter den 22 Fällen meiner Tabelle wird der Beginn der Krank- heit in je 3 Fällen für das 2. und 4., in je 2 Fällen für das 1., 5. und 6., in je einem Falle für das 3., 7., 8., 10., 11., 12., 22. und 26. Lebensjahr angegeben. 3) Wird in einer Reihe von Fällen, in denen der Ausbruch der Krankheit erst später bemerkt wurde, übereinstimmend eine gleiche Erscheinung beobachtet — Auftreten von Knoten, Beulen in der Kopfschwarte, die nach einigen Monaten wieder spurlos verschwinden — welche Erscheinung theils kurz nach der Geburt (Uhde, Krause), theils einige Jahre vor Ausbruch der Krankheit [Helferich^), Partsch* *)] sich zeigt. 4) The last, but not the least — wurde in einer ganzen Reihe von Fällen eine höchst seltene, angeborene Missbildung — Mikrodaktylie — constatirt, die ich schon desshalb nicht, wie Ilelferich'*), der zuerst auf diese DilTormität aufmerksam machte, als eine zufällige ansehen möchte, weil in allen seit Ilelferich publicirten Fällen [Partsch®), Kümmell®)] und auch von Uhde und mir bei unseren Patienten der gleiche Befund constatirt wurde. Auch von Gerber'’) wird die auffallende Kleinheit beider grosser Zehen seines Patienten erwähnt. Das auffallende Zusammen- treffen so seltener Missbildungen mit einem doch wenigstens ebenso seltenen Leiden — wie dies in nunmehr 6 Fällen, also in 27 pCt. sämmtlicher und in 75 pCt. der in letzter Zeit beobachteten Fälle, constatirt wurde — muss wohl den Gedanken an ein blindes Walten des Zufalls ausschliessen. Ueber die Art und Weise der embryonalen Prädisposition eine Ansicht zu äussern, fühle ich mich nicht berechtigt. Ich begnüge mich damit, zu constatiren, dass in ihrer Gesammtheit vollkommen frei von der AlTection nur jene Muskeln bleiben, welche aus der Darmfaserplatte (Parietalzone) entstehen, während die aus der Hautplatte (Parietalzone) und die aus der Stammzone hervorgehenden Muskeln ohne erkennbare Gesetzmässigkeit theils dem Ossificationsprocess verfallen, theils von demselben frei bleiben. Die Prädisposition des männlichen Geschlechts für die Myos. oss. progr. stellt sich nach den neueren Fällen wesentlich geringer dar, als vorher. Während sich nach Gerber^) die AlTection des männlichen Geschlechts zu der des weiblichen wie ’) s. 0. *) s. 0. *) s. 0. '*) s. 0. ’’) s. 0. *) s. 0. ’) s. 0.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22382677_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)