Zur Geschichte der mittelalterlichen Heilkunst im Bodenseegebiet / [Karl Baas].
- Baas, Karl, 1866-1944.
- Date:
- 1903]
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Credit: Zur Geschichte der mittelalterlichen Heilkunst im Bodenseegebiet / [Karl Baas]. Source: Wellcome Collection.
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![ein „Magister Ulricus de Denkingen, visicus“, genannt, der bei seinem Tode den Hospitälern, den Leprösen „auf dem velde«, den armen Scholaren und anderen Bedürftigen eine Stiftung aus- setzte. Vielleicht denselben Meister Ulrich, Arzt in Konstanz, gibt uns 1423 Kindler v. Knobloch an,!) auf welche Zeit nach der Reihenfolge der Aufzeichnung auch die Nennung des mag. Ulricus de Denkingen in den Necrol. German. hinweist.?) Doch kann über die verschiedenen Ärzte dieses Namens, deren einer auch 1358 aufgeführt wird,?) z. Z. volle Klarheit nicht erlangt werden. Wichtiger wegen der übrigen Angaben ist ein Eintrag in dem alten Bürgerbuch vom 30. April 1379:*) „Do kam der meister Peter dictus Flüchtenstein, der artzat, für den rat und bat, daz man in wolte ze burger enpfahn und och ane stür [ohne steuer] wolt lassen sitzen. Do empfing in der rate in sinen schirme zwai gänzü jar dü nehsten, die wile wolte er in schirmen ungevarlich als ander ir burger und wolt in och stür und dienst überheben und solte och dem rat wol getrüwen, tät er armen lüten tugentlich, daß sie sich dann gütlich fürbas gen im bedähtin, und het och er dem rate gehorsam ze sinde in andern sachen umb frävelinen und geriht [gericht] ane geverd.“ Desselben „maister Peter“ wird auch in der später zu erwähnenden Arzt- und Apothekerordnung von 1387 noch gedacht; nach dieser letzteren war ihm wie auch den Apothekern das frühere Vor- recht der Steuer- und Wachdienst-Befreiung genommen worden, vielleicht weil die Stadt unter für sie günstigeren Be- dingungen in der Zwischenzeit einen zweiten Arzt gewonnen hatte, welcher als Meister Jost im Jahre 1385 genannt wird. Ähnlich wie bei den Professorenberufungen der Jetztzeit haben damals bei den Stadtärzten die Anstellungsbedingungen gewechselt, wie ich z. B. für Freiburg oder Kolmar finden konnte.?) Es hilft dies das Wanderleben erklären, welches nicht ‘nur viele der bekannten, sondern auch die medizingeschichtlich weniger hervortretenden, in ihrem Kreise aber gleichfalls sehr angesehenen „Physici“ vielfach führten. 1) Oberbad. Geschlechterbuch, Artikel Arzt. 2) Necrol. German. I. Lib. annivers. eccles. major. Constant. unter dem 18. VIII. 3) K. Beyerle, Grundeigentumsverhältn. etc. S. 353. 4) Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins VIII, 54 5) Noch unveröffentlicht.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33436332_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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