Grundzüge der theoretischen Chemie / von Lothar Meyer. Mit zwei lithographirten Tafeln.
- Lothar Meyer
- Date:
- 1890
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Credit: Grundzüge der theoretischen Chemie / von Lothar Meyer. Mit zwei lithographirten Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![4 : A = 0,42836 : 7,98 A = 48.629. Diese Zahl kann aber nicht das Atomgewicht sein; denn mit der specifischen Wärme des Eisens, c = 0,4 44 multiplicirt liefert sie das Produkt A. c = 2,13, während die dreifache Zahl 55,89 das Produkt 6,4 giebt. Diese Zahl stellt auch diejenige Menge dar, welche, nach § 25, sich in dem Molekulargewichte des Eisenchlorüres findet; sie ist daher als das Atomgewicht des Eisens, bezogen auf das des Wasserstoffes, anzunehmen. Aehn- liche Versuche anderer Forscher gaben nahezu dieselbe Zahl. Als Mittelwerth der zuverlässigsten Bestimmungen ist der Werth Fe = 55,88 gefunden worden. Manche Elemente, z. B. viele der leichten und einige der edlen Metalle geben Oxyde, welche schwierig in vollkommen reinem Zustande zu gewinnen, während die Chloride, Bromide u. s. w. zur Wägung geeignet sind. Diese werden auf einem anderen, etwas umständlicheren Wege mit Wasserstoff verglichen. Da die Verbindungen des Silbers mit Chlor, Brom und Jod in Wasser ganz unlöslich und daher für analytische Bestimmungen sehr geeignet sind, so lassen sich die Verhältnisse, in welchen sich diese Salzbilder mit Silber vereinigen, mit grosser Genauig- keit bestimmen. Unter diesen befindet sich die unter allen bis jetzt ausgeführten fehlerfreieste stoechiometrische Bestimmung, die des Verhältnisses von Jod zum Silber, welches von Stas mit unendlicher Mühe und Sorgfalt bis auf ungefähr den hundert- tausendsten Theil seines Werthes sicher zu Ag : J = 4 : 4,4 7534 festgestellt wurde. Da aber das Oxyd des Silbers zu unbestän- dig ist, um genau analysirt werden zu können, so musste das Verhältnis des Silbers zum Sauerstoff auf verschiedenen Umwegen ermittelt werden, die aber alle zum gleichen Ende führten. Durch die Analyse des chlorsauren Kalis, KC103, wurde gefunden, wie- viel Chlorkalium, KCl, und wieviel Sauerstoff in demselben ent- halten ist. Dies lieferte das Verhältnis: KCl : 0 = 4,6616 : 4 , während andererseits durch Umsetzung gewogener Mengen Chlor- kalium, KCl, zu Chlorsilber, AgCl, das Verhältnis: Ag : KCl = 4 : 0,69104 gefunden wurde. Daraus ergiebt sich: Ag : 0 Ag^ KCl KCl ‘ 0 4,6616 ] 0,69104 : 6,7458 : 4. In ganz ähnlicher Weise wurde dasselbe Verhältnis durch die Synthese des Schwefelsilbers, Ag2S, und dessen Oxydation zu Silbersulfat, AgaS04 ermittelt. Endlich hat Stas durch nicht](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28060350_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)