Offene und antiseptische wundbehandlung : eine sachliche entgegnung auf persönliche angriffe / von R. U. Krönlein.
- Krönlein, R. U.
- Date:
- 1876
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Credit: Offene und antiseptische wundbehandlung : eine sachliche entgegnung auf persönliche angriffe / von R. U. Krönlein. Source: Wellcome Collection.
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![als „le meusonge en chiffres“ einer willkürlich und tendenziös benutzten Statistik! “ Diesem Ergüsse gegenüber habe ich zur Sache bloss zu be- merken, 1) dass die Behauptung Volkmann’s, meine Berechnung (wonach im Jahre 1873 in Halle von 12 offen behandelten Brustamputationen keine, von 8 antiseptisch behandelten dagegen 4 gestorben sind) sei „völlig willkürlich,“ unrichtig ist und dass er doch wenigstens den Versuch hätte anstrengen sollen, diese seine unbewiesene Behauptung zu belegen; 2) dass ich nicht auf Grund der eben sub 1) genannten Be- rechnung — wie Volk mann behauptet —, sondern auf Grund der Resultate meiner Vergleichsstatistik den Volkmann’schen Ausspruch, (es hätte sich als wünschenswert!] gezeigt, auch die- ser Operation die Vortheile des antiseptischen WuudVerlaufs zu sichern) unverständlich fand. Warum ich mich, wie überall in meiner Arbeit, so auch bei den Mammaamputationen, bloss auf das Material des Jahres 1873 im V o 1 km ann1 sehen Berichte beschränken musste, habe ich früher eingehend erörtert. — Dass ich aber ferner in meiner verglei- chenden Zusammenstellung der mit den beiden verschiedenen Be- handlungsmethoden an den Kliniken von Zürich, Leipzig und Halle erzielten Resultate stets nur den Weg der unerbittlichen Statistik und nicht denjenigen allgemeiner Betrachtungen und Phrasen gewählt habe, um den Werth der beiden Methoden fest- zustellen, das liegt eben in der Natur dieser wissenschaftlichen Untersuchungsmethode. Wohl weiss ich, dass Volkmann in seinen Beiträgen nir- gends verlegen ist, für alle Misserfolge des antiseptischen Ver- fahrens eine Entschuldigung aufzufinden, seien es nun Unterlas- sungssünden oder Ungeschicklichkeit seiner Assistenten oder Stell- vertreter, ungenügende Fertigkeit in der Technik des complicir- ten Verfahrens, aussergewohnliche Schwere der Fälle, bereits von den Patienten ins Spital hineingebrachte pyo- oder septicämische Intection u. s. f. Alle diese Momente können möglicherweise obgewaltet haben; allein sie spielen auch eine Rolle bei anderen Behandlungsmethoden, wie ich schon in meiner Arbeit bei Be- 3*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28717430_0039.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)