Karl Schroeder's Lehrbuch der Geburtshulfe : mit Einschluss der Pathologie der Schwangerschaft und des Wochenbettes.
- Date:
- 1888
Licence: Public Domain Mark
Credit: Karl Schroeder's Lehrbuch der Geburtshulfe : mit Einschluss der Pathologie der Schwangerschaft und des Wochenbettes. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
38/856 (page 22)
![thel, der Wandbekleiduiig des ursprlinglicben Drtisenschlauches (jetzt Membrana granulosa genannt) ausgekleidet und enthalt eine gr58- sere, etwas iimgewandelte Zelle, das Ei. Anfanglich liegen natiirgemass die illtesten Graafschen Fol- likel (die sicb zuerst abgescbntirt baben) im Centrum des Eierstocks. Allmablicb aber gelangen sie, indem sie durch Ausscheidung von Fliissigkeit in die Hoble des Follikels gegen die Oberflache des Eierstocks bin wacbsen, mebr an die Peripherie heran. Die am meisten entwickelten macben dann den Eindruck kleiner Cystcben. Ein solcber fertiger „Graaf- scber Follikel (s. Fig. 12) bestebt aus folgenden Tbeileu: Er ist aussen umgeben von einer bindegewebigen Membran^ derTheca folliculi, die nicbts anderes ist, als das etwas ver- dickte Ovarialstroma, in dem er liegt. Der Innenflacbe derselben liegen die Zellen des ursprttng- licben Drusenepitbels, die Mem- brana granulosa, an. Die- selben sammeln sicb an einem Punkte [nacb Schron an einem nacb dem Centrum des Eierstocks bin gelegenen, nacb Waldeyer an wecbselnder Stelle] in grosserer Menge zu dem sogenannten Cumulus proligerus an und umscbliessen bier das Ei. Die iibrig bleibende Hoble des Follikels wird von einer serosen Flussigkeit— dem Liquor folliculi — ausgefiillt. Das reife Ei (s. Fig. 13) hat nach Nagel einen Durchmesser von 124—128 a und ist fttr das unbev\^affnete Auge nur als ganz kleines weisses PUnktcben sichtbar. Unter dem Mi- daran haftenden Zellen der kroskop betrachtet, bestebt es aus loigenaen Membrana grannloea. Theilen * Z = Zona pellucida. . _ . in DieMembran wird von emem hellen ziem- licb dicken Ring — der Zona pellucida — ge- bildet; derselbe zeigt deutlich radiare Streifung. Von der Zona pellucida durch einen ilusserst feinen perivitelliuen Fig. 12. Schematische Darstellung des Graaf- scheu Follikels, innen ausgekleide t mit den Zellen der Membrana granulosa, zwischeu welohen nach dem Centrum des Ovarium bin das Ei liegt. Fig. 13. Menschliches Ei mit D = Dotter. V = Ves. germ. M = Mac. germinativa.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21917462_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)