Die Hypernephrome der Niere : nebst Beiträgen zur Kasuistik ... / vorgelegt von Paul Grosheintz.
- Grosheintz, Paul.
- Date:
- 1907
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Hypernephrome der Niere : nebst Beiträgen zur Kasuistik ... / vorgelegt von Paul Grosheintz. Source: Wellcome Collection.
10/62 page 8
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![cler flächen artig auf der Nierenkonvexität ausgebreiteten Neben¬ nierenkappe von der Niere führen, eine Loslösung kleiner Partikel der Nebennierenrinde im Bereich festerer Adhärenzen zwischen beiden Organen stattfindet. Solche Adhärenzen bilden sich be¬ sonders häufig im Bereich der Benculi der embryonalen Niere aus (interlobuläre Absprengung Grawitz). Die losgelösten Stücke können dann hei dem weiteren Wachstum der Niere nicht nur sub- kapsulär liegen bleiben, sondern beim Schlufs der Renculusspalten tiefer in die Nierenrinde verlagert werden. Schmorl u. a. machen auch auf das ungleichmäfsige Wachstum der Niere und Neben¬ niere aufmerksam; da die Niere viel schneller wächst, könne sie Teile der Nebenniere umwachsen. Nicht selten wurden auch ab¬ norm arterielle Gefäfschen nachgewiesen, welche mit den ver¬ sprengten Keimen in Verbindung standen (Marchand, Beneke, Ulrich) [Borst). Derartige Verlagerungen von Nebennierenkeimen in die Niere sind häufig (Schmorl) und schon lange gekannt (Rokitansky); sie kommen häufig beiderseits und multipel vor. Aufser in der Niere sind Verlagerungen von Nebennierengewebe in der Umgebung der Nebennieren, zwischen den Strängen des Plexus solaris und renalis, entlang der Vena suprarenalis und spermatica interna, im retroserösen Gewebe bis hinab zu den innern Genitalien, im Liga¬ mentum latum (Targett) in der Nähe der Ovarien (Beneke, Marchand, Chiari, Ulrich-Hanau, Lubarsch), am Samen¬ strang (Schmorl, dAjutolo, Fried 1 and), am Hoden bzw. Nebenhoden (Dagonet, Roth, Ulrich), schliefslicli sogar in der Leber (Schmorl, Oberndorfer) gefunden worden. [Borst]. Die Lehre von Grawitz, dafs eine gröfsere Anzahl typischer und atypischer Nierengeschwülste mit versprengten Nebennieren¬ keimen in genetischem Zusammenhänge steht, ist von den meisten Autoren angenommen und verfochten worden. Immerhin hat es jedoch nicht an Gegnern dieser Theorie gefehlt. So hat DHessen zwei Nierentumoren, welche sämtliche von Grawitz verlangten Eigentümlichkeiten darboten, als Eudotheliome anfgefafst und ihre Entstehung aus Nebennierenkeimen bestritten. Sudeck erklärte die Grawitz scheu Tumoren, wenigstens zum gröbsten Teil, als echte Adenome der Niere, welche von den Harnkanälchen ihren Aus¬ gangspunkt nehmen, und beruft sich auf das häufige Vorkommen solcher Geschwülste im Vergleich zu den seltenen Nebennieren¬ strumen. Aufserdem würden die cystischen Hohlräume, die sich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30610850_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)