Ueber die primären Carcinome der serösen Häute ... / von Hana Braude.
- Braude, Hana, 1888-
- Date:
- [1911?]
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Credit: Ueber die primären Carcinome der serösen Häute ... / von Hana Braude. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Dass es sich aber nicht um eine Entartung, der eigentlichen Serosa handelt, sondern dass die Geschwulstmasse ausserhalb des Perimetriums ein neugebildetes Gewebe darstellt, zeigt das Verhalten der elastischen Grenzschicht des Peritoneums, der peritonealen Deckzellen und des bindegewebigen Stromas. Durch die spezifische Färbung der Bindesubstanz konnte man sich leicht überzeugen, dass der Verlauf und die Beschaffenheit der Bindegewebsfasern in der Serosa und dem neugebildeten Tu¬ morgewebe verschieden ist. Die Serosa stellt eine kompakte, derbe, sich nach van Gieson intensiv färbende Faserschicht dar, die durch einen regelmässig parallelen Verlauf der Bündel ausge¬ zeichnet ist. Die Saftspalten sind stellenweise ziemlich reichlich mit Krebszellen infiltriert, aber nur an den Stellen, wo ein di¬ rekter Durchbruch der Tumormasse stattgefunden hat, ist die Serosa aufgefasert. Das Stroma des Neoplasma weist im Ge¬ genteil, abgesehen von einzelnen Partien, ein mehr lockeres Ge¬ füge, die Bünde] sind von unregelmässiger Verlaufsrichtung, das Gewebe sehr zellenreich, meist nicht langfaserig, sondern durch kurze Verästelungen der Bindegewebszellen gebildet. Es färbt sich ferner das Stroma nur schwach mit dem Farbstoff, und die Faserbündel dringen mehr oder weniger senkrecht in die parallel verlaufende Binclegewebshaut der Serosa. Eine deutliche und scharfe Grenze zwischen den beiden Gewebsarten bildet aber die elastische Grenzlamelle des Peritoneums. Eine zweite elastische Trennungsschicht ist zwischen Serosa und Uteruspa¬ renchym festzustellen. Beide elastischen Linien verlaufen parallel durch die Dicke der Serosa getrennt. Nur an manchen Stellen sind sie stark verdickt, bilden scheinbar nur eine elastische Haut und setzen sich in die Binclegewebssepta des Uterus fort. Gegen die Tumormasse ist die Grenze aber immer scharf gehalten, es ist keine Spur von Elastica in dem neugebildeten Gewebe vor¬ handen. Selten wird die Grenzlamelle von den wuchernden Massen durchbrochen, um einem direkten Wachstum in die Tiefe Platz zu schaffen. Der elastischen Grenzlamelle des Peritoneums sitzen ferner, wodurch die Abgrenzung des Tumorgewebes und der Serosa besonders deutlich markiert ist, in ziemlich häufigen Intervallen, grössere oder kleinere drüsenähnliche Schläuche direkt auf. In den Zwischenräumen ist das Tumorgewebe mit der serösen Haut](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30616967_0039.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)