Volume 1
Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg.
- Date:
- 1911
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg. Source: Wellcome Collection.
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![in n,.lan<a der Indigonieder8chlag als besser haftendes Häutchen abscheidet) dann mit 10 ecm Schwefelsäure. 1° Minuten lang auf dem stark kochenden Wasserbädc erhitzt gilb itt geSCUe naCh Wang’ 810 ist Sendet, wenn die Flüssigkeit sch wich Nach Ellingeri) wird der sauer reagierende oder mit Essigsäure schwach angesäuerte I ,;'1/10 Vol Bleiessig gefällt; falls das spez. Gewicht sehr hoch ist, etwa Xr K) M VOrhet;aU1f dle Hiilfte verdünnt, je nach dem Indicangehalte wird elne ent-’ .piechende Menge mit Ober mayers Reagens im Scheidetrichter versetzt mit Chloroform aiisgeschuttelt; die Chloroformmengen sollen so gewählt sein, daß 3-4mahges PMnnf T JG 6tWa 3°, ccm; w?bei jedes Schütteln etwa 2 Minuten dauert, genügt Die raioroformlosungen WelT.de!! ab«e,lassen. nach einigen Minuten durch ein trockenes Filter in einen reinen trockenen Kolben filtriert. Nach dem Abdestillieren des Chloroforms auf dem r tr 01 t<U C der Rückstand auf dem Wasserbade im liegenden offenen Kolben etwa ^ten g^rocknet hierauf mit heißem Wasser 2—3 mal gewaschen, bis das Wasch- wasser ungefärbt erscheint. Bei vorsichtigem Arbeiten erfolgt hierbei kein Loslösen von SffiSert 'der s(Lmuü das Wafchwasser durch ein kleines TW L’t Y m ’ der Filterruckstand nach dem Trocknen mit Chloroform extrahiert werden. 10 ausgewaschene Indigo wird nach dem Abgießen des Wassers mit 0 ccm re nei konz. Schwefelsäure, die Permanganat nicht entfärben darf, 5—10 Minuten ^ ,den‘ kochenden Wasserbade zur vollständigen Lösung erwärmt. Mach der Lösung gfiatl)lfung'ftrimtCCm ^ aSSei‘ verdünnt und mit der von Wang angegebenen Perman- .. , Der Titer der Chamäleonlösung ist mit reinem Indigoblau zu stellen. Selbstverständ- ic müssen zu diesen Bestimmungen reine Reagenzien, insbesondere reine Salzsäure und bchwelelsaure (che Permanganat nicht reduzieren) verwendet werden. Die Titration ist genauer als die colorimetrische Bestimmung. . ^“abuchi2) hat die Erfahrung von Wang und Ellinger bestätigt, daß sofortiges Ausschütteln mit Chloroform nach dem Zusatz von Obermayerschem Reagens höhere Incugowerte gibt (die Unterschiede betragen nach 10 Minuten langem Warten etwa 5%) Diese Gefahr- wird verringert, wenn statt Eisenchlorid Kupfersulfat als Oxydationsmittei verwendet wird. Das Auswaschen des abgeschiedenen Indigo mit 1 °/00 Lauge nach Mail- lard bietet kerne Vorteile gegenüber dem Auswaschen mit heißem Wasser. Da Ima- buchi die Erfahrungen der früheren Autoren verwerten konnte, dürfte seine Methode die genaueste sein. Nach Imabuchi wird der Ham mit l/]0 Vol. Bleiessig gefällt, alkalisch reagierender Harn wird vorher mit Essigsäure schwach angesäuert. 50 ccm des Filtrates werden in einem Scheidetrichter mit 1—2 ccm lOproz. Kupfer- sulfatlösung und 50 ccm rauchender Salzsäure versetzt, die Mischung wird nach 5—10 Minuten mit 50 ccm Chloroform etwa 2 Minuten lang aus- gesclnittelt, das Chloroform wird in einen Scheidetrichter abgelassen. Nach Entfernung des Chloroforms wird mit je 20 ccm Chloroform analog (3—4 mal) ausgeschüttelt, solange dieses noch gefärbt wird. Die vereinigten Chloroform- lösungen werden nach kurzem Abstehen (einige Minuten) durch ein trockenes Filter in einen trockenen Kolben filtriert. Hierauf wird das Chloroform ab- destilliert, der Rückstand wird auf dem Wasserbade durch etwa 5 Minuten getrocknet, mit heißem Wasser (je 30 ccm) 3—4 mal ausgewaschen, jedenfalls so lange, bis das letzte Waschwasser Chamäleonlösung nicht mehr entfärbt. Das Waschwasser wird vorsichtig entlang der Kölbchenwand zugefügt, damit das Indigosediment an der Wand des Kölbchens haften bleibt. Nach dem Abgießen des Waschwassers wird mit 10 ccm reiner konz. Schwefelsäure auf- genommen, 5—10 Minuten auf dem Wasserbade erwärmt, nach dem Erkalten wird mit 100 ccm Wasser verdünnt und mit Chamäleonlösung (l/iüQ Normal- lösung, 1 ccm = 0,165 mg Indigo) titriert. Indicanreiche Harne sind vor dem Reagenzienzusatze so weit zu verdünnen, daß bei der Titration weniger als 5 ccm Chamäleon verbraucht werden. D A. Ellinger, Zeitschr. f. physiol. Chemie 38, 190, 192 [1903].](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28123347_0001_0952.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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