Volume 1
Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg.
- Date:
- 1911
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg. Source: Wellcome Collection.
963/1004 page 919
![Das Volumen der Ätheralkohollösung wird gemessen und in der Gegend zwischen dem mittleren und rechten Drittel des Urobilinstreifens wird die Lichtextinktion bestimmt. Sie wird mit der von Malys Hydrobilirubin ver- glichen, für welche das Absorptionsverhältnis A = 0,0551 -IO-3 beträgt. Zur Bestimmung des präformierten Urobilins neben Urobilinogen ist dieses Verfahren nicht sonderlich brauchbar, weil durch die Säurebehandlung sicher ein Teil des Urobilinogens in Urobilin übergeführt wird. Zur sicheren vollständigen Umwandlung von Urobilinogen in Urobilin würden dem Harne zweckmäßig einige Tropfen Jodtinktur zugesetzt werden. Dieses Verfahren ist von Tsuchija1) dahin modifiziert, daß nach dem Ab- dampfen des Alkoholäthers mit Chloroform aufgenommen, das Chloroform mit Ammoniakwasser ausgeschüttelt wird. Die Absorptionsverhältnisse sind nach Tsuchija für Urobilin: 1. in saurer ätherischer Lösung A = 0,0318 - IO-3, 2. in alkalischer wässeriger Lö- sung A — 0,0298- 10-3. Danach wären die bei Gerhardt und Müller mit- geteilten Werte beinahe um das Doppelte zu groß. Charnas2) hat für reines Urobilin nach seinem Verfahren ein Absorptions- verhältnis A = 0,017 • 10~3 gefunden, wenn nicht mit Säure oder bei höherer Temperatur mit Äther und Alkohol behandelt wurde. Bei unvorsichtigen oder beabsichtigten Reagenzieneinwirkungen wurden eite gefunden, che bis über das 10fache des genannten AbsorptionsVerhält- nisses gehen, also Farbstoffen von proportional geringerer Färbekraft ent- sprachen. Nach Charnas soll die photometrische Untersuchung des bei der Ehr- 1 i c h sehen Dimethylparamidobenzaldehydreaktion mit Urobilinogen entstehen- den Farbstoffes sichere Resultate geben. Das Absorptionsverhältnis ist für die dunkelste Gegend des Absorptionsstreifens dieser Farbstoffe [X = 550 570) das gleiche wie das des Urobilins A = 0,017 • IO“3. Die vorliegenden Bestimmungen weisen Differenzen von A = 0,02 bis 0,014 auf Nach dem Charnassclien Verfahren werden 500—1000 ccm urobilin- haltiger, frischer, mit keinem konservierenden Zusatz versehener Harn bis ®intrifct ^kalischer Reaktion mit Ammoniumcarbonatlösung versetzt, 77“ age ].n dfn Brutofen gegeben, dann wird der Harn in einem geräumigen offenen Gefäß durch Zusatz einer gesättigten Weinsäurelösung stark angesäuert (vorsichtig wegen des starken Schäumens!). Ein etwa ausfallender Nieder- schlag wird rasch abgesaugt und die Flüssigkeit mit dem l1/,—2fachen Volumen r ther ausgeschuttelt. Die Atherschichte wird wiederholt (womöglich mit künst- licher Beleuchtung) mit einem kleinen Volumen vorher ausgekochten Wassers gecraschen; sollte sie stark gefärbt sein, so wird das gleiche Volumen Petroläther nzugefugt und der sich abscheidende Farbstoff durch wenig Wasser entfernt. DasJolum der Atherlosung wird in einem Meßzylinder gemessen. Bei nicht lösuniTSo >' ° ;t10gengehaltf derLösung werden 1 oder 2 ccm der Äther- me?hfl™ ’ r; ’5 ,eTr kalfcen gesättigten ätherischen Lösung von Di- Stön2 Piaram!dobenzaldehyd in einem 10 ccm fassenden, mit eingeriebenem SkohnlJ6? “Ti ^ZyHnder geraischt‘ I)ann werden 2-3 Tropfen abs. Mischuruj ?Mi^ten°iCkenT--??1Z8äUregaS gGSättigt ist’ binzugefügt und die wird nüf AlfrZl Jaftlg geSGhÜttelt- Gleich nach dem Schütteln ™ - n3,t Alkohol auf ein bestimmtes Volumen so weit verdünnt daß die Flüssigkeit zur spektrophotometrischen Beobachtung geeignet ist’ und die L^g^der angegebenen Spektralgegend {X = 550gJ70)^ntersucht 2) T> rtUrhlja’ peitfhr- f- experim. Pathol. u. Tlier. 7, 352 [19091](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28123347_0001_0963.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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