Volume 1
Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg.
- Date:
- 1911
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg. Source: Wellcome Collection.
971/1004 (page 927)
![ein Streifen im Gelb (Lewin /. = 580); außerdem ist eine diffuse Auslöschung über das ganze Spektrum vorhanden. Saure Hämatinlösungen geben im allgemeinen einen deut- lichen Streifen zwischen C und D, auch nach der-Art des Lösungsmittels und dem Säure- grade wechselnd. Außerdem sind weniger scharf begrenzte, dem Oxyhämoglobin ähnliche Streifen im Grün mehrfach beobachtet. Bei den Differenzen und dem wenig charakteristi- schen Aussehen dieser verschwommenen Lichtauslösckungen scheint ihre Aufzählung gegenwärtig ohne Interesse. Ich habe mehrfach eisenärmere, aber nach ihrer Darstellungs- art und nach ihrem weiteren optischen Verhalten (das Hämochromogenspektrum gebende) als Hämatin anzusprechende Körper erhalten, welche verschiedenartige Spektralerschei- nungen gaben. Da — zumindest in früheren Zeiten — meist die Charakterisierung von Hämatin ohne bestätigende Analyse erfolgte, mögen derartige Körper des öfteren schon erhalten und als Hämatin s. str. beschrieben worden sein. Auch differierende Angaben über die Löslichkeit von Hämatinpräparaten werden sich zum Teil so erklären lassen. In den obengenannten Lösungsmitteln, in welchen Hämatin s. str. unlöslich ist, sind derartige Substanzen oft recht gut löslich. Durch reduzierende Mittel geht Hämatin, wahrscheinlich unter Abspaltung von einem Sauerstoffatom aus einem Hämatinmolekül, in Hämochromogen über (Hoppe- Seyler 1867). Die Angabe Milroys* *), daß reines Hämin und Hämatin durch Hydrazinhydrat nicht reduziert werden, kann ich nicht bestätigen. Diese Sauerstoffabspaltung geht glatt nur durch alkalische Reduktionsmittel (Stokes Reagens, Alkalisulfide oder Sulf- hydrate), bei saurer Reaktion geht die Spaltung weiter, es wird leicht Eisen herausgelöst Die Eisenabspaltung geht aus Blutfarbstoff leichter als aus Hämatin und Hämo- chromogen vor sich, aus Hämochromogen weitaus leichter als aus Hämatin; aus dem (typischen) Hämochromogen (dargestellt aus reinem Hämatin) wird durch 1—5% Salz- oder Schwefelsäure bei Zimmertemperatur kein Eisen herausgeholt. Hämochromogen ist wie Hämatin bisher nur amorph erhalten worden Eine Verbindung des Hämochromogens mit Pyridin 2) ist krystallisiert erhalten wor- den, bisher aber noch nicht hinreichend studiert. W pEme, Xe-rbl,ndVn§ Kohlenoxyd (1 Mol. Hämochromogen mit 1 Mol. Kohlenoxyd) hat Pregl ) isoliert, das Kohlenoxyd ist darin im Gegensatz zu der entsprechenden Härno- V1C °f°kfreu^^nden als der Sauerstoff des Hämatins; sie gibt durch den Sauerstoff der Luft leicht Hamatin. Beim Erhitzen von Kohlenoxydhämoglobin w % Kohlenoxydhämochromogen abgespalten, welches eine schön rote Farbe ”brend ‘,ie “«.oglobiodenvat, » der . D/e jungen des Hämochromogens sind intensiv kirschrot; bei Luftabschluß ent- Eine* £auren, em rotbrauner Niederschlag des freien Hämochromogens Eine ammoniakaksche Hamochromogenlösung gibt, mit luftfreiem Alkoholäther eefällt einen Niederschlag vom Aussehen des roten Phosphors (Hämochromogenammonium) ’ ; _ aIkalische Lösung des Hämochromogens zeigt 2 Spektralstreifen bei v^eynTk^] ^ 53°~526 (Lewin> Miethe und Stenger) [559 und 525 -Von diesen beiden Streifen ist der erste sehr intensiv und scharf begrenzt l^11 fr866 V hat 68 auß-dem im Violett einen m ! u b , ~ 42°’ der nach Lewin, Miethe und Stenger bei direkt aus dargeBtenim bTT “rtSr * = *“■ “ a“S Hiimatin <Ne-ki> doch ^^ach^G^an^e^d^erhTltpn^K.?ämochromogen rasch Hämatin zurückgebildet, \\ y Mllroy, Joum. of Physiol. 33, 12 [19051. 22/ 100 • 27 150 °8 Sf-Ttbö,etöaPi Budapest; zit. nach Malys Jahresber. d. Tierchemie 1910; £ Ka?mu7 f R vTevneT T »illin^ Atlas der Hämochromog“ne 3) p Pre“a ZeiiJ- fey,nek\ Zeitsohr. f. physiol. Chemie 70, 217 [19101. 4 r ^ %eJ’ Zeitscar: f- physiol. Chemie 44, 173 [19051 L J s H uf^?-yneQk’ Zeifc8(*r- f. physiol. Chemie 25, 492 [18981 • ertin-Sans u. J. Moitessier, Bulletin de la Soc. chim. 9, 380 [1893]](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28123347_0001_0971.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)