Volume 1
Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg.
- Date:
- 1911
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Der Harn : sowie die übrigen Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten von Mensch und Tier ihre Untersuchung und Zusammensetzung in normalem und pathologischem Zustande ein Handbuch für Ärzte, Chemiker, und Pharmazeuten sowie zum Gebrauche an landwirtschaftlichen Versuchsstationen / bearbeitet von A. Albu [and others] ; herausgegeben von Carl Neuberg. Source: Wellcome Collection.
990/1004 (page 946)
![gibt nach Collies Vorschlag die Eichung mit Helium Wasserstoff nnri i 3RSÄ “**“* ^ “d d‘C leid,, ätÄS Vor dem eigentlichen photometrischen Versuche achte man auf nm„ vSkTlcmf ^.Cl'tvefrtdh;ng ,in det1' sichtbaren Spektralbilde. Man sieht einen chm“ vertikalen Lichtstreifen, der hei richtiger Einstellung aus zwei gleichen durch Schorf zontale zarte Lime getrennten Teilen besteht. Kleine Differenzen in der Helligkeit des Bildes lassen sich durch Verschieben eines Rauchglaskeiles beheben, bei großen Düften zen ist der Stand der Beleuchtungslampe oder der Sammellinse vor de selben unrichfo und muß dementsprechend geändert werden. Eine heikle Partie des Hiifnerschen Spektro® photometers ist das vor dem Kollimatorspalt befindliche Polarisationsnicol dessen Ver unremigungen insbesondere mit sauren Flüssigkeiten auf das sorgsamste vermieden wer den müssen Gelegentlich uberzeuge man sich, daß an dem Apparate sich nichts verschoben hat: 1. daß das dispergierende Prisma sich in der Minimumstellung befindet 2 daß die stimmt®) mit d6r den Glad der Liehtauslöschung angebenden Skala flhSefa! i u B,eiml3hot°metrischen Versuche selbst wird die den sog. Schulzschen Körper ent- haltende Absorptionszellc mit der zu untersuchenden Flüssigkeit, die vollkommen klar und frei von Luftblasen sein muß, gefüllt. Der Dickenunterschied in den beiden lichtaus- loschenden Schichten beträgt genau 10 mm. Die Absorptionszelle wird dicht an das Polarisationsnicol eingeschoben und ist durch eine Schraube hoher oder tiefer zu stellen, so daß die Oberfläche des Schulzschen Körpers in die Hohe der vorstehenden horizontalen Kante des Albrechtschen Körpers gestellt werden kann; es schadet aber nichts, wenn sie etwa 1 mm tiefer steht. Man wird nun die obere Hälfte des Spektralbildes verdunkelt finden. Zur Messung des Grades der Lichtauslöschung warte man im verdunkelten Raume einige Minuten da dadurch das Auge empfindlicher wird. Dann wird das Lichtbild im Photometer fixiert und durch Herabschieben einer der beiden (bei O-Stellung horizontal gestellten) Hand- haben, welche die Führung des analysierenden Nicols bewirken, werden die Hälften des bpektralbildes gleich lichtstark gemacht, hierauf wird an Skala und Nonius abgelesen In analoger Art wird dann mit der anderen Hand die zweite Handhabe des Analysator- mkols herabgeschoben und abgelesen. Nach Hüfners Vorschrift sollen für jede Messung fünf solche Versuchspaare ausgeführt werden. Durch die doppelseitige Ablesung wird ein ev. Fehler in der Stellung der Nikols korrigiert. Das Hauptaugenmerk richte man darauf, möglichst jede Ermüdung des Auges zu vermeiden. Ich finde es in diesem Sinne vorteilhaft, schärfer den verdunkelten Teil des Spektralausschnittes zu fixieren als den variabel-hellen. Auch bewege man die Schieber nicht zu langsam und mache lieber mehr Beobachtungen, als daß man die einzelnen zu lange ausdehne. Bei der Untersuchung leicht zersetzlicher Farbstoffe — wie der Blut- farbstoffe — muß schon aus diesem Grunde getrachtet werden, eine Versuchsserie mög- lichst rasch a,bzuschließen, damit nicht Zersetzungen während des Versuches die Resultate fälschen. Die von Hasselba Ich1 2) gefundene Lichtempfindlichkeit von Blutfarbstoff- derivaten kommt dagegen bei Verwendung einer Auerlampe nicht in Betracht. Hüfner macht ausdrücklich darauf aufmerksam — was für alle derartigen Messungen gilt —, daß irgend größere differierende Werte einer Versuchsreihe, wenn ein direkter Fehler ausgeschlossen ist, nicht eliminiert werden dürfen. Wird der Winkel, um welchen das analysierende Nicol gedreht wurde, mit cp bezeichnet, so ist die übriggebliebene Lichtstärke J' nach dem Malus- schen Cosinusquadratgesetz J ■ cos2(p (wo J die volle verglichene Lichtstärke bezeichnet). Wird diese ursprüngliche Lichtstärke der hell gebliebenen (un- teren) Gesichtsfeldhälfte = 1 gesetzt, so ist demnach die übriggebliebene Lichtstärke cos2<p; der Extinktionskoeffizient e (Absorptionskonstante) ist nach dem früher Gesagten s — —logJ', wenn ein für allemal die Einheit der lichtdurchstrahlten Flüssigkeitsschichte (10 mm) zum Vergleiche dient; also ist t = — 2 • log cos(f . Wenn der Apparat auf Lichtgleichheit für die Untersuchung wässeriger Flüssigkeiten eingestellt ist, so muß bei Verwendung anderer Lösungsmittel (Chloroform, Alkohol usw.) 1) Eine Anleitung zum Gebrauche des Spektrophotometers ist jedem Apparate bei- gegeben. 2) K. A. Hasselbalch, Biochem. Zeitschr. 19, 435 [1909].](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28123347_0001_0990.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)