Die Hitzekoagulation der Eiweisskörper / von Harriette Chick und C.J. Martin.
- Chick, Harriette.
- Date:
- 1913
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Credit: Die Hitzekoagulation der Eiweisskörper / von Harriette Chick und C.J. Martin. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![(1900) fanden ähnliche Differenzen in der Koagulationstemperatur von Eieralbumin bei Variation des Eiweiß- und Salzgehaltes. Ein vierter Faktor von sehr großem Einfluß ist der Zusatz von selbst sehr geringen Mengen von Säure und Alkali. Halliburton (1884) fand beim Serumalbumin, daß durch Neutralisation einer alkalischen Lösung die Koagulationstemperatur von 80° auf 78° und bei weiterem Säurezusatz sogar auf 53° C sinkt. Der Wert der Koagulationstemperatur als Mittel zur Differenzierung verschiedener Proteine wurde von J. B. Haycraft und T. R. Duggan (1890) einer strengen Kritik unterzogen, welche hervorhoben, daß der Vorgang der Koagulation eine gewisse Zeit erfordert, und daß die Koagulationstemperatur ansteigt, wenn sich die Eiweißkonzentration vermindert. Eine analoge Kritik übte J. Duclaux (1893). Auf der anderen Seite verteidigte R. T. Hewlett diese Methode, welche, wenn sie in Hinsicht auf gewisse Standardbedingungen vervollkommnet und Sorge dafür getragen wird, daß die oben erwähnten vier Be- dingungen konstant bleiben, wichtige Aufschlüsse zu erteilen vermag. Es scheint jedoch aus weiter unten angeführten Versuchen hervor- zugehen, daß, wie es schon J. Duclaux behauptet hat (1893), das Erhitzen einer Lösung keine Methode ist, welche an sich zu einer fraktionierten Trennung der Eiweißkörper führen kann, wenn nicht der Unterschied in der Geschwindigkeit, mit der die verschiedenen Eiweißkörper aus der Lösung ausfallen, sehr beträchtlich wäre. Wäre der Vorgang ein reversibler, so stünde die Sache etwas anders und die Methode würde an Bedeutung mit der der fraktionierten Destil- lation wetteifern. Natur der H i t z e k o a g u 1 a t i o n. Die Koagulation der Proteinlösungen ist keine bloße Wirkung der Temperatur. Wasser als solches oder in Form von Dampf ist dabei von wesentlicher Bedeutung. Trockene oder nahezu trockene Eiweißkörper können ohne Aenderung auf viel höhere Temperaturen erhitzt werden. O. Cohnheim (1900, 141) zitiert eine Be- obachtung von A. Michel und A. Wichmann, nach welcher trockene Albuminkristalle auf 150° C erhitzt werden können, ohne daß eine Aenderung erfolgt. Weiter können Eiweißkörper, die in 70 Proz. Alkohol löslich sind, in dieser Lösung gekocht werden, ohne daß das Eiweiß ausfällt; hingegen erfolgt eine Koagulation, wenn diese Lösung mit Wasser verdünnt und auf die nämliche Tem- peratur erwärmt wird. (Osborne [1909], 21.) 4*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28089431_0007.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)