Zur Physiologie und Pathologie des Central-nervensystems mit besonderer Berücksichtigung der Sehhügel und der Hemmungsfunction : auf Grund selbständiger Versuche / von Friedrich Simbriger.
- Simbriger, Friedrich.
- Date:
- 1896
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Credit: Zur Physiologie und Pathologie des Central-nervensystems mit besonderer Berücksichtigung der Sehhügel und der Hemmungsfunction : auf Grund selbständiger Versuche / von Friedrich Simbriger. Source: Wellcome Collection.
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![mag sich mehr nach aussen in das Grau der Sylvischen Grube, der Insel und des Gyrus centralis anterior und post., überhaupt in das sogenannte motorische Rindenfeld — nachdem sie eine entsprechende Modification erlitten — fortsetzen.) 3. Coordination. Zwischen der mit Recht als „psychisch be- zeichneten, gleichsam eine Verschmelzung von senso- rischer und motorischer Fähigkeit (mit Ueberwiegen der einen oder anderen) repräsentierenden, Function der Grosshirnhemisphären und der wohl als „reflec- torisch zu benennenden all' jener Centralstellen, welche hinter den Seh bügeln liegen, (mit Ausnahme derer des Kleinhirns, welche denen der Grosshirnhemisphären analog wirken dürften), bildet die Function der Sehhügel gl eich- sam eine Uebergangsform. Sie enthält die Fähigkeit zu vollständiger Coordination der Bewegungen, zur Regulierung aller organischen Thätigkeiten über- haupt, insbesondere auch der Nahrungsaufnahme, und zu einem, der vereinfachten, gleichsam bloss r e f 1 e c 10 r i s c h e n, S i n n e s w a h r n e h m u n g entsprechenden Grad von Bewusstseins- und Willensäusserung. Auf diese Fähigkeit beschränkt sich beim niedrigstorganisierten Wirbel- thiere (Amphioxus), welches keine Grosshirnhemisphären besitzt, die gesammte psychische Function (etwa der nach Wundt das Mittelglied zwischen Willkür und Reflex darstellenden] Triebhandlung ent- sprechend). Nicht viel anders dürfte es kurz vor der Geburt selbst beim Menschen stehen, da ja auch bei ihm die Grosshirnhemispliären recht spät zu erheblichem Einflüsse gelangen. Hiemit stimmt auch der Umstand überein, dass die Lobi optici bei gewissen niedrigeren Wirbelthieren eine so starke Entwickelung zeigen, dass si^^. den grössten Theil des Gehirns ausmachen. (Vielleicht ist auch ein Theil jenes Gebildes, welches man bei den Larven von Petromyzon und den Teleo- stiern als Corp. striat. bezeichnet, noch zum Sehhügel zu rechnen.) Die Centralsteile für Empfindung des Nahrungs- bedürfnisses und die aus derselben e n t s t a n d e n e n e i n- fachsten Innervationsapparate für das Wahrnehmen und Erfassen der Nahrung bilden denn auch wohl die Hauptmasse der Sehhügel, selbst bei den höchstorganisierten Wirbelthieren.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21077861_0134.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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