Untersuchungen über das verhalten der spinalganglien bei der tabes dorsalis.
- Wollenberg, Robert.
- Date:
- 1892
Licence: Public Domain Mark
Credit: Untersuchungen über das verhalten der spinalganglien bei der tabes dorsalis. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
6/62
![die Spinalganglienzellen bei sämmtlichen Geschöpfen Anfangs bipo- lar*). His spricht sich selbst darüber folgendermassen aus**): „Die sensibeln Wurzeln stammen aus den Spinalganglien. Die Zellen der- selben nehmen bipolare Gestalt an und verlängern sich in zwei fei ne Nervenfortsätze, von welchen der eine centralwärts, der ander peri pheriewärts weiter wächst. — — Die Form der spinalen Ganglien- zellen bietet von früh ab gewisse Eigenthiimlichkeiten: die beiden Nervenfortsätze gehen von dem einen Rande der Zelle ab, die eine in der gradlinigen Verlängerung der anderen. Der Kern nebst der Hauptmasse des Zellleibes liegt sonach excentrisch zur Faser. — Die Umwandlung der bipolaren Ganglienzellen in unipolare vollzieht sich nur sehr langsam. — Einzelne Zellen erscheinen etwas stärker aus- gebaucht und ihr längster Durchmesser stellt sich schräg zur Nerven- faser. Von da ist, wie man sieht, nur noch ein kleiner Schritt zur Bildung der Ranvier’schen Tfasern“. Hiermit ist also der anatomische Nachweis dafür erbracht, dass die Spiualganglienzellen ihrer Anlage nach ebenso wTohl zur Wirkung in centripetaler wie in centrifugaler Richtung fähig sind. Die Ergeb- nisse der physiologischen Forschung bestätigen dies vollkommen. Bekanntlich hat Waller***) durch seine klassischen Durchschnei- dungsversuche die fundamentale Thatsache nachgewiesen, dass die sensibeln Nervenfasern zu Grunde gehen, wenn ihre Continuität mit den Spinalganglien aufgehoben ist, dass die letzteren die trophiscben Centren für die sensibeln Fasern darstellen. Diese nutritive Kraft entfalten die Ganglien sowohl in centraler als auch in peripherer Richtung. Ob die Durchschneidung zwischen Rückenmark und Gan- glion innerhalb der hinteren Wurzel oder peripher vom Ganglion vor der Vereinigung mit der vorderen Wurzel stattgefunden hat, immer degenerirt das vom Ganglion abgetrennte Stück, während das an ihm verbleibende keine Veränderungen erfährt, soweit solche nicht durch , y# r folg« voo Kebe Centr1 PS« j( sich feilten Gangl'00 ■ ts*18 ’scl ielfai der fc^reD Mibe Edwa {teilen, ui ii einem en t-30 Tage beide Fortsä lieh wurden mit Fetttrö] •JCI. Paris 185, *) Vergl. auch Waldeyor, lieber einige neuere Forschungen im Gebiete der Anatomie des Nervensystems. Leipzig 1891. S. 42 und 43. **) W. Ilis, Vortrag über Histogenese und den Zusammenhang der Ner- venelemente auf dem X. internationalen medicinischen Congress. ***) Zusammenfassung der einzelnen Waller’schen Mittheilungen in Du Bois-Reymond’s Archiv 1852. Ferner VI. Memoire sur le Systeme nerveux. Comptes rend. de l’Acade- mie des Sciences 1851. p. 979. — VII. Memoire sur le Systeme nerveux. lbid. p. 301. T. XXXV. — VIII. Memoire sur le Systeme nerveux. Ibid. p. 561. T. XXXV. — IX. Memoire sur le Systeme nerveux. Ibid. p. 378. T. XXXVI.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22469758_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


