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Credit: Die Ärzteschule von Knidos / Johannes Ilberg. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![werden; derselbe Mann redet, in derselben Weise. Sein Thema ist die Pathologie. Da er ein ernsthafter, produktiver Vertreter der Wissenschaft ist, kein bloßer Praktiker, geht er von allgemeinen physiologischen Grundsätzen aus. Seine Eingangsworte knüpfen er¬ sichtlich an das vorher von ihm Gelehrte an, und schon deshalb ist die von Ermerins und andern angenommene umgekehrte Reihenfolge der beiden Bücher abzulehnen i). Dann entwickelt er eine Theorie der vier Säfte. Vier Arten des Feuchten sind im menschlichen Körper vorhanden, von denen die Krankheiten herrühren, soweit sie nicht durch äußere Gewalt verursacht werden. Diese iöeai sind (pXsyfta, alfia, vÖQcoip, also eine Erweiterung der in den Ver¬ zweigungen der knidischen Gnomen zumeist vertretenen Theorie, wo in der Regel nur (pliy^a und yolrj verantwortlich gemacht werden, wie das auch Herodikos von Knidos, Euryphons Schüler, getan hattet). In der Viersäftelehre unseres Autors ist ebenso sizilischer Einfluß festzustellen, der auf des Empedokles Lehre von den vier Elementen zurückgeht, wie in der ähnlichen pseudohippokratischen, die noch heüte in der Unterscheidung der vier Temperamente Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker fortlebt. Aber gleichwohl erweist sich unser Verfasser des zweiten Logos als Knidier, was von jenem Arzte, dessen Rede UsqI cpvötog avdQWJtov wir besitzen, nicht gilt; jener, nach des Aristotelesschülers Menon Zeugnis Polybos, der Schwiegersohn des Hippokrates, hatte seine Humoralpathologie auf die vier Säfte (pXiy^a, aiXaiva, aifia aufgebaut. Die Erkenntnis dieser Tatsache, der kindische Ursprung des IV. Buches IIsqI vovöcqp wird durch den von Diels herausgegebenen Londoner Papyrus gestützt, der i. J. 1893 Auszüge aus der peri¬ patetischen Doxographie der älteren Medizingeschichte gebracht hat^). Nach der Theorie unseres Autors hat jede der vier iddai vygov eine Quelle, von der ausgehend sie sich im Körper verbreitet: der Schleim vom Kopfe, die Galle von der Leber, das Blut vom Herzen, das Wasser von der Milz aus. Versorgt werden diese vier Quellen durch Speise und Trank, deren Säfte eine jede von ihnen ebenso in sich aufsaugt, wie die Pflanze ihre feuchte Nahrung aus dem Erdreich. > 9 Tot) avO^QüjTtov ig t)]v ysveaiv anb navzov zöjv fieksojv zov avÖQog aal zrig yvvaiabg zb GnsQfia (vgl. c. 1 ff. S. 470 ff.) aal sg zag lA'bzQag zyg yvvaiabg neabv (vgl. c. 5 S. 476) sndyrj (vgl. c. 14 f. S. 492). XQovov 6h yevofjLSvov (pvoig dv&QcoTtosiöljg hyevszo avzov (vgl. c. 18 S. 498 aal ytyovsv yöy naiöLov) (VH 542 L.). 2) C Fredrich a. O. S. 35 ff. 9 Supplementum Aristotelicum Hl 1, Berlin 1893, ed. H. Diels.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30624824_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)