Handbuch der klinischen Mikroskopie : mit Berücksichtigung der wichtigsten chemischen Untersuchungen am Krankenbette und der Verwendung des Mikroskopes in der gerichtlichen Medicin / von Giulio Bizzozero.
- Giulio Bizzozero
- Date:
- 1883
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der klinischen Mikroskopie : mit Berücksichtigung der wichtigsten chemischen Untersuchungen am Krankenbette und der Verwendung des Mikroskopes in der gerichtlichen Medicin / von Giulio Bizzozero. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
22/304 page 4
![brachte Diaphragmen, die eine verschiedene Anzahl von Licht- strahlen hindurchlassen. Die Diaphragmen können sowohl Scheiben- als auch cylinderförmig sein. Die ersteren bestehen aus einer Metallscheibe, die an einem an der unteren Fläche angebrachten Zapfen beweglich ist und die eine Eeihe von runden Oeffnungen verschiedenen Durchmessers trägt, welche bei Drehung der Scheibe alle der Oeffnung des Tischchens entsprechen. Je kleiner diese Oeffnung, desto heller erscheint das Sehfeld. Die cylindrischen Diaphragmen hingegen bestehen aus einem Metallcylinder, der an den Tisch gefügt wird und ein Scheibchen trägt, dessen Mitte zum Durchlass des Lichtes durchbrochen ist. Jedem Mikroskope werden mehrere solche Scheibchen mit Oeffnungen verschiedenen Durchmessers beigefügt, um sie nach Umständen zu benützen. Die Lichtstärke kann sowohl durch eine Scheibe mit kleiner Oeffnung vermindert werden, als auch, indem der Cylinder und mit ihr das Scheibchen herabgeschraubt wird. So steht es in unserer Macht die Lichtstärke beliebig zu ändern, was von nicht geringem Belange ist. Die Röhre,.das Tischchen und der Spiegel sind an eine me- tallische Säule C befestigt, die ihrerseits wieder auf einem massiven Gestelle ruht. Um das Präparat in die Brennweite des Mikroskops zu bringen, wird die Röhre in ihrer Längsaxe verschoben. Die grobe Einstein lung wird bei vielen Mikroskopen durch ein Zahnrad erzielt [Cre- maillüre], bei anderen, wie gerade in unserer Abbildung, ist der Tubus in einer am Gestell befestigten Hülse einfach mit der Hand zu verschieben. Die feinere Einstellung wird aber durch eine Mi- krometerschraube bewerkstelligt. 3. Gar oft ist das Messen der Präparate unentbehrlich, was durch sogenannte Mikrometer erreicht wird. Am häufigsten bedient man sich eines Glastäfelchens, worauf gewöhnlich ein Centimeter in eine gewisse Anzahl von gleichen Theilen getheilt ist. Dieses Gläs- chen wird auf das im Ocular befindliche Diaphragma gebracht, dem- zufolge erscheinen die Theilchen des Mikrometers während der Beob- achtung durch das Ocular vergrössert und auf dem Bilde des Prä- parates liegend, welches letztere aber durch beide Linsensysteme des Mikroskops vergrössert ist. Um den Durchmesser des Gegen- standes zu berechnen, zählt man die Theilchen, welche das Bild](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21042391_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


