Handbuch der klinischen Mikroskopie : mit Berücksichtigung der wichtigsten chemischen Untersuchungen am Krankenbette und der Verwendung des Mikroskopes in der gerichtlichen Medicin / von Giulio Bizzozero.
- Giulio Bizzozero
- Date:
- 1883
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Credit: Handbuch der klinischen Mikroskopie : mit Berücksichtigung der wichtigsten chemischen Untersuchungen am Krankenbette und der Verwendung des Mikroskopes in der gerichtlichen Medicin / von Giulio Bizzozero. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
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No text description is available for this image![tupfen, um das rasche Verdunsten der Flüssigkeit und infolge des- sen auch die morphologische Veränderung der Elemente hintanzu- halten. Normales Blut. 14. Normales Blut enthält folgende morphologische Elemente: 1) Rothe Blutkörperchen. (Taf. 1 Fig. 2). Diese übertreffen an Zahl bei weitem jedes andere morphologische Element; in 1 cmm Blut sind im Mittel 5.000.000 (im gesunden Menschen) enthalten. Sie haben die Form von biconcaven Scheiben, so dass sie (von der Seite gesehen) eine Achter- oder Bisquitform (Fig. 2 c) annehmen. In ihrer Flächenansicht bieten sie hingegen, wegen der centralen Einsenk- ung —je nach Einstellung des Mikroskops — verschiedenes Aussehen. Bei hoher Einstellung erscheinen sie als kreisrunde Scheiben mit hellen Rändern und dunklem Centrum (Fig. 2 a), bei etwas niederer Einstellung hingegen erhalten sie dunkle Ränder und ein helles Cen- trum (Fig. 2 b). Dieses verschiedene Aussehen des Centrums und der Ränder der Scheibe Hess fälschlich annehmen, die rothen Blutkörperchen des Menschen enthielten einen Kern, dessen sie aber vollkommen bar sind. — Die Farbe der einzelnen Körperchen ist gelb, kaum merklich roth nuancirt. Sind mehr Körperchen aufeinander gehäuft, so tritt die rothe Färbung etwas deutlicher hervor. — Ihr Durch- messer schwankt zwischen 7-7.5 p und ihre Dicke ist im Mittel 1.9 (*. Wir müssen aber bemerken, dass bei sehr gesunden Indi- viduen Blutkörperchen von grösserer Ausdehnung angetroffen wer- den, und umgekehrt andere wieder (und in grösserer Anzahl) kaum obige Dimensionen erreichen, sondern höchstens 4 — 5 p messen [Globulini]. Fügen wir einem reinen oder mit einer indifferenten Flüssigkeit vermengten Blutpräparate eine concentrirtere Lösung einer indiffe- renten Substanz bei (z. B. Chlornatrium), oder untersuchen wir einen schon einigermassen verdunsteten Bluttropfen, so sehen wir, dass die Flüssigkeit nach und nach dichter wird, die rothen Blutkörper- chen ihre Form verändern, kleiner werden und dass an ihrer Ober- fläche (Fig. 2 e) namhafte Unebenheiten hervortreten, die ihnen eine sternartige Form verleihen [Globules ratatines]. ■— Fügt man hingegen dem Präparate einen Tropfen Wassers oder einer indiflferen- Bizzozei-o, Mikroskopie. O](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21042391_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)