Lehrbuch der Zoologie für Studierende und Lehrer / Von J.E.V. Boas. Mit 427 Abbildungen.
- Johan Erik Vesti Boas
- Date:
- 1894
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Credit: Lehrbuch der Zoologie für Studierende und Lehrer / Von J.E.V. Boas. Mit 427 Abbildungen. Source: Wellcome Collection.
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![Reisszahnes aus; Sohlengänger mit starken Grabkrallen an den Vorder- beinen; Allesfresser. — Verwandt sind die Stinkthiere (Mephitis) in Nord- und Südamerika, Afrika und Kleinasien. 5. Die Schleichkatzen( Viverridae). f L, J R, \ H (— £ p, f m); Sägetheil der Backenzahnreihe überwiegend entwickelt. Kleinere, marder- ähnliche Thiere mit langgestrecktem Körper und niedrigen Beinen. In den wärmeren Theilen der alten Welt. Hierzu gehören die Zibeth- k a t z e n ( Viverra), von welchen eine Art ( V. genetta) in Südeuropa (und Nordafrika) lebt, und die Pharaosratte (Herpestes Ichneumon) in Afrika. 6. Die Hyänenfamilie (Hyaenidae). f L, { R, i H (= % p, \ m)- Grössere, hochbeinige, wolfähnliche, ziemlich langschwänzige Thiere; Zehengänger. In der alten Welt. Die Arten der Gatt. Hyaena sind Aasfresser; die Gatt. Proteles, in Südafrika, mit sehr schwachen, kleinen, spitzigen Backenzähnen, soll sich besonders von Lämmern ernähren. 7. Die Katzenfamilie (Felidae). f L, { R, } R (= f p, f m); Höckertheil der Backenzahnreihe rudimentär. Schlanke, gestreckte Thiere mit rundlichem Kopf, langem Schwanz 4 Zehen an den Hinterglied- maassen, sehr stark gebogenen, zusammengedrückten und zugespitzten Krallen. Zehengänger. Ernähren sich fast ausschliesslich von Warm- blütern. Hierzu gehören: Der Löwe (Felis leo), einfarbig, d mit Mähne, Afrika, Westasien, früher auch im südöstlichen Europa; nahe verwandt ist der ausgestorbene (quaternäre) Höhlenlöwe (F. spelaea). Der Tiger (F. tigris) mit Querstreifen, Asien. Der Jaguar (F. onga), in Süd- amerika, im südlichen Nordamerika, und der Leopard oder Panther (F. pardus), in mehreren Varietäten in Afrika und Südasien, sind grosse, mit Bingflecken versehene Katzen. Der Puma oder Kuguar (F'. con- color), eine mittelgrosse, einfarbige Katze, lebt in Südamerika und in einem grossen Theil Nordamerikas (der „Panther“ der Amerikaner). Kleinere Formen sind: die Tigerkatzen, verschiedene kleine gefleckte Formen (F. tigrina u. a.); die Wildkatze (F’. catus), in Mittel- und Südeuropa, auch noch an verschiedenen Stellen in Deutschland, von ähn- licher Färbung wie graue Hauskatzen, aber kurzschwänziger; die Haus- katze (Fdomestica), welche, wie es scheint, von der nubischen Wild- katze (F. maniculata) abstammt. Abweichendere Formen sind: der Gepard (F. [ Cynailurus] jubata), eine grosse, gefleckte, hochbeinige Katze mit weniger .zurückgezogenen Krallen als die übrigen Katzen, in Afrika und Asien, wird auch zahm gehalten; der Luchs (F. lynx oder Lynx vulgaris), durch seine hohen Beine, kurzen Schwanz und mit Haar- pinseln versehene Ohren ausgezeichnet (meistens fehlt beim Luchs der vorderste der bei anderen Katzen vorhandenen Oberkiefer-Lückenzähne, so dass die Zahnformel f p, \ m wird), in Skandinavien, Russland etc., früher auch in Deutschland. — Die ausgestorbenen Säbelkatzeu (Machaerodus) haben yodY L, \ R, JK (= y0Jy p, x a^so e^ne noc^ mehr rückgebildete Backenzahnreihe als die jetzt lebenden Katzen, denen sie übrigens im Ganzen nahe stehen; der Eckzahn des Oberkiefers ist ungemein kräftig und stark verlängert. Bei einer anderen ausgestorbenen Katze, der Gatt. Dinictis, findet man dagegen eine grössere Anzahl von Zähnen als bei den jetztlebenden, nämlich im Unterkiefer einen Lücken- zahn mehr und einen kleinen Höckerzahn (die Oberkieferzähne dieselben wie bei Felis): | L, | R, ^ H (= f p, % m).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28089820_0584.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


