Anleitung zur Untersuchung von Wasser : welches zu gewerblichen und häuslichen Zwecken; oder, Als Trinkwasser benutzt soll / [Wilhelm Kubel].
- Kubel, Wilhelm.
- Date:
- 1874
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Credit: Anleitung zur Untersuchung von Wasser : welches zu gewerblichen und häuslichen Zwecken; oder, Als Trinkwasser benutzt soll / [Wilhelm Kubel]. Source: Wellcome Collection.
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![Kiforderl. Ei<i;onscliufteii eiiiefi guten Triiikwassers. c. Die Härte eines guten Trinkwassers soll niclit mehr als 18 — 20 deuLsche Härtegrade betragen. Hs braucht kaum bemerkt zu worden, dass ein Wasser als Trink- wasser nicht absolut zu verwerfen ist, weil ein oder zwei der soeben angeführten Werthe dabei überschritten werden, und dass man erstdurch die Be.stimmnng möglichst aller der soeben angeführten Substanzen einen vollständig genügenden Einblick in die BesehatFeidieit desselben erlangt. So ist z. B. das Wasser Xr. II., das Berliner Leitungs- wasser (Analyse siehe Seite 1G2 und 103), als 1 rinkwasser brauchbai, obschon es eine etwas grössere iNIenge von Kaliumpermanganat als die soeben angegebene reducirt; denn in allen übrigen Eigenschaften entspricht es den gestellten Anforderungen. D.as Wasser Xr. I., Wasser aus dem Brunnen des chemischen Universitäts-Laboratoriums, ist d.agegen als Trinkwasser entschieden zu verwerfen, das Wasser Xr. HL, Wasser aus einem Brunnen der königlichen Porzellan- manufactur, muss wegen seines hohen (lehalts an Salj)etersäure und Schwefelsäure etc. als Trinkwasser mindestens beanstandet werden, und das Wasser Xr. IV., Wasser aus einem Brunnen derselben Fabrik, welches einen Übeln Geruch besitzt, ist ans diesem Grunde und weil es zugleich eine grössere iMenge von Kaliumpermanganat reducirt, Ammoniak und eine nicht unbedeutende Menge von Chlor enthält, als Trinkwasser zurückzuweisen. l’oicbardt’) hat, um die Zulässigkeit von allgemeinen Grenz- werthen z\i jwüfen, Miltelzahlcn für die Bestandtheile der, verschie- denen Gebirgsformationen entstammenden reinen, d. h. von un- gehörigen Zuflüssen bewohnter Orte etc. freien natürlichen Wasser aufzu.«tellen versucht; seine bisherigen Untersuchungen haben ihn dabei zu folgenden Resultaten geführt: 1) 100 000 Theilc natürliches Wasser, welches der Granit- formation entstammt, enthalten im Mittel: i>'este HttcksUiiule. Salpetersäure. Chlor. Schwefelsäure. Kalk. MaKnesia. 2,44 — 0,33 0,39 0,97 0,2ö. Dieselben reduciren 0,3—0,4 Theilc Kalium])ermanganat; die Härte des Was.sers beträgt im Mittel 1,27 deutsche Grade. 2) 100 000 Theile n.atürliches Wasser, welches der Formation des bunten Sandsteins angehört, enthalten im Mittel: Feste KUckatämle. Sall)eter«äure. Chlor, Schwefelsäure. Kalk. Ma|{uesia. 12,5—22,.5 Sjmr 0,42 0,88 7,3 4,8. ’) Dr. WittBtein’a Vierteljiihrssclirift, für T’lmrtnacie, Hd. XXlt, 14.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28072935_0195.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)