Licence: Public Domain Mark
Credit: Die störungen der geschlechtsfunctionen des mannes. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University Libraries/Information Services, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University.
171/206 page 161
![ändern an demselben nichts. Dass einseitige Epididymitis, bezieliungs- weise Intaetheit der Samenwege auf der anderen Seite die Potentia gene- randi so gut wie gar nicht beeinflusst, sei noch einmal anders lautenden Angaben gegenüber hervorgehoben. Keiner der Männer, von Medicinern abgesehen, hatte eine Almung, dass er unfruchtbar sei, die Fälle ausgenommen, in welchen schon durch andere Aerzte die Yermuthung ausgesprochen war. (S. Nachtrag.) Die Meisten suchten das Hinderniss bei der Frau. Die äusseren Genitalien fanden wir, abgesehen von den wichtigen Besten früherer Epididymitis, so gut wie normal, oft genug die Hoden von auffallend stattlicher Grösse, selten atrophisch. Jene epididymitischen In- filtrate, rücksichtlich deren näherer Beschaffenheit die specialistischen Lehr- werke einzusehen sind, fanden wir unter der Form mehr oder weniger druck- empfindlicher und voluminöser, harter, in einzelnen Fällen nur mit Mühe palpabler Verdickungen vor. In der weitaus überwiegenden Mehrzahl sassen sie, was die Lehrbücher nicht sonderlich betonen, nur im Schwanz des Nebenhodens, um einer von dem Alter sanctionirten Nomenclatur zu folgen, die uns möglichst unglücklich gewählt erscheint; das, was am unteren Pole des Hodens diesem glatt auflagert, gleicht ebensowenig einem Schwanz, wie das strangförmige, helmraupenähnliche Gebilde am entgegen- gesetzten Ende einem Kopf. Eine Fropagation der Infiltrate auf Mittel- stück und Kopf ist nicht gerade häufig, ihre Beschränkung auf den letzteren haben wir nur ganz ausnahmsweise angetrofi'en. Je chronischer die Knoten, um so fibröser. Das Bindegewebe umschliesst die ausführenden Canäle und eomprimirt sie, wie wir uns wiederholt bei den chirurgischen Eevisionen überzeugen konnten, in mannigfaltiger Weise. Mit diesen mehr oder weniger difformirenden Veränderungen der Nebenhoden, deren Fortsetzung auf das Vas deferens in einzelnen Fällen bei eingehender Untersuchmig deutlich durchzufühlen war, pflegte die Intaetheit der Hoden zu contrastiren. Wir glauben, mit besonderer Betonung gegenüber der vielverbreiteten An- schauung, dass die Keimdrüsen der Azoospermisten als sehr schlaffe und kleine Organe angetrofi'en werden, registriren zu sollen, dass im Gros unserer Fälle normale, bisweilen sehr notable Dimensionen gegeben waren. Von Sonderfällen localer Grunderkrankung abgesehen, haben wir nur im vorgerückten Alter der Krankheit und ihres Trägers richtige Atrophien angetroffen. Nicht selten waren die epididymitischen Infiltrate nur auf einer Seite nachweisbar, und die Anamnese legte nahe, dass Funiculitis auf der anderen Seite bestanden hatte. In noch anderen Fällen konnten wir nichts Abnormes nachweisen, auch nicht immer aus der Vorgeschichte vermuthen, dass beiderseits Entzündungsprocesse abgespielt. Mit relativ wenigen Ausnahmen erfolgte die Oohabitation ohne Schwierigkeit, lieferte reichliches Ejaculat; da, wo die Potenz als gesunken an- Fürbringer, Die Störungen der Gescblechtsfunctionen des Mannes. J^]^](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21221625_0171.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


