Lehrbuch der pathologischen Anatomie des Menschen und der Thiere / von Adolph Wilhelm Otto.
- Adolph Wilhelm Otto
- Date:
- 1830
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Credit: Lehrbuch der pathologischen Anatomie des Menschen und der Thiere / von Adolph Wilhelm Otto. Source: Wellcome Collection.
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![mir aber nur in einem derselben zu fest. — Den Spiritusgeruch fand man in einem Fall nirgends weiter iöi Körper als in den Hiruböhlen. 8. RusVe Magazin f. d. gcs. Heilk. 1827. B. XXV. H. I. S. 125. §. 234. Dass die Continiiität des Gehirnes auf die mannig- faltigste Weise durch Hieb-, Stich-, S c h u s s - W u ii - den und Quetschungen aufgehoben werden kann, und zwar indem theils das verletzende Instrument selbst, theils niedergedrückte und abgesplitterte Stücke des Schedels in dasselbe eingedrungen sind, ist bekannt. Oftmals ist selbst ein nicht unbeträchtlicher Substanzverlust ohne Stö- rung des Lebens und selbst der gewöhnlichen Verrichtun- gen dieses Organes ertragen worden^). Interessanter ist es, dass auch nicht eindringende sondern nur erschütternde Kopfverletzungen zuweilen Quetschungen und wirkliche Risse2) im Gehirn zur Folge haben, und dass diese nicht blos auf der getroffenen Stelle, sondern auch in entfern- tem und entgegengesetzten Orten sich finden^). Nicht sel- ten entstehen solche Risse und Trennungen der Hirnsub- stanz bei Apoplektischen durch Ergiessnng von Blut. Auch starke Wasseranhäufung in den Hirnhöhlen verursacht zu^ weilen Zerreissungen der Scheidewand, des Gewölbes u. s. w.; — ja es kann das wassersüchtige Gehirn auf einer Stelle bersten , und sich seines Wassers entleeren '^). — Sind die Wunden des Gehirns reine Schnitt- und Stich- wunden, so werden sie oft durch Adhäsion geheilt; sind sie aber mit Substanzverlust Aerbunden, so heilen sie durch Granulation, wodurch das Verlorengegangene all- mälig Aviederersetzt wird ^). Ist diese Granulation zu stark und wuchernd, so wächst die krankhafte Masse aus der Schedelöffnung hervor und bildet den sogenannten Hirn- schwamm, Fungus Cerehri^), 1) Vergl. die Werke über Kopfverletzungen und die Chirurg. Schriften überhaupt. Yonge AVounds of the Brain, provod curable, London 1682. 12.; — Behrens de vul- nere cerebri non semper et absolute lethali. Fraucof 1733; — Teubeler praes. de Büchner It. de vulneribus cerebri non semper et absolute lethalibus. Halae 1750; — Hennequin D. sur Ics Icsious traumatiques du cervea.u in Diss. souten. a l'Ecole de Med. de Paris. An. All. et A^lII. No. All.; — C. G. Spiessbach D. de siugularibuä quibusdam cerebri cordisque vulneribus. A'ratisl. 1812; — Copland Hutchinson Prac- tical Observatious in vSurgery. London 1826. Abhandl. 4; — C. Brodie in Medico- chir. Transact. London 1828. T. XYV. — Viele Fälle hat gesammelt Burdach vom Baue und Leben des Gehirns. B. IIL S. 601 ff. A^ergl. Arnemann Versuche über das Gehirn und Rückenmark. Gott. 1787. 2) Zittmann Medicina forensis. Francof. 1706. Cent. A^ Gas. 33; — Wilmers g. Bichters Chirurg. Biblioth. B. V. St. l\%; — Henkel Medicin. n. chirurg. Beobacht. Berl. 1779. Beobacht. 66; — Ollenrodt in Arnemann's Magazin für die Wundarznei- wissenschaft. B. I. St. 2; S. Ild;—Bernt Beiträge zur gerichtl. Arzueikunde. B. lA^. S. 237 [sie sollen auch durch epileptische Anfälle entstehen]; — Astley Cooper Vor- lesungen herausgeg. von Tyrrel a. d. Engl. AYeimar 1825. B. 1. S. 221, 223 u. 226.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21071147_0444.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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