Lehrbuch der pathologischen Anatomie des Menschen und der Thiere / von Adolph Wilhelm Otto.
- Adolph Wilhelm Otto
- Date:
- 1830
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der pathologischen Anatomie des Menschen und der Thiere / von Adolph Wilhelm Otto. Source: Wellcome Collection.
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![Fällen blos in diesen, während das Rückenmark selbst ge.fund oder nur zusammengedrückt beobachtet wird 2~).— Zuweilen enthält die Geschwulst auch Hydatiden. ;— Endr lieh kommt die Wassersucht des Rückenmarkes in selten nen Fällen auch ohne äussere Geschwulst und ohne 8paL^ tung der Wirbelsäule in der Art vor, dass entweder der sonst beim Menschen geschlossene in der Achse desselben gelegene Canal bei gleichzeitiger grösserer Dicke des Rü- ckenmarkes mehr oder weniger weit von Wasser ausge-; dehnt ^^), oder das Wasser in der Substanz des Markest selbst ergossen^*), und dadurch eine Stelle des Organes bedeutend angeschwollen ist. 1) Bei Acephalen ist oft das obere Ende des R, M. wie das der Wirbelsäule sehr dünn und zugespitzt geendet; — mit den vordem Extremitäten fehlt die obere, mit den Hinterextremitäten die untere Anschwellung des Rückenmarkes, so wie mit ei- nem Gliede auch nur die Anschwellung auf dessen Seite; Serres fand dies bei einen» Rinde, einem Kalbe und einer Eidechse, denen die vordem Glieder fehlten, und bei zwei Kindern, zwei Katzen und einem Hunde ohne Hinterfüsse, s. Anatomie compa- ree du Cerveau dans les quatre classes des animaux vertebres, Paris 1824. T, I. S.^ 107; — Tiedemann sähe bei einer menschlichen Missgeburt ohne Extremitäten das^ R. M. um die Hälfte zu schmal und zu dünn s. a. a. O. S. 2 ^ — bei einem ähuli-- chen Kinde, No,2892 meines Verzeichn., fand ich es auch zu dünn und ohne die beiden Anschwellungen, bei andern Missgeburten mit zu kleinen Extremitäten, war es auch zu dünn und mit zu geringen Anschwellungen versehen, bei einem Kalbe endlich, dem der linke Vorderfuss fehlte und das ich bis ins zweite Jahr am Leben erhielt, war ' die Halsanschwellursg auf der rechten Seite ganz normal, fehlte aber gänzlich auf der linken Seite, s. No. 2312 meines Verzeichnisses. 2) Selten ist das gan?e R. M. atrophisch, sondern gewöhnlich nur ein Theil, na- mentlich das imtere Ende. Vergl. Schelhavimer D. de tabe dorsali. Jenae 1691; — Practical Essay on the Tabes dorsalis. London 1748; — Brendel D. de tabe dor- suali. Goett. 1749 u. in Opusc. med. cur. fFrisberg. Goett. 1769. P.IL S. 179; — Le- tvis Essay upon the tabes dorsalis. London 1758; — Percy D. on the lues venerca? gonorrhoea and tabes dorsalis. London 1787; — Plouquet et resp. Williardts D. Exemplum singularis morbi paralytici. Tübiugae 1806; — Loewenhard D. de myelo- phtisi chronica vera et uotha. Berol. 1812. 8. c. tab. aen.; — Chr. v. IFeidenbacTi Ö. de tabe dorsuali. Berol. 1817. c. tab. aen.; — Schesmer ü. Tabis dorsualis adumbratio pathologica. Berol. 1819. 8. c. tab. aen. 5 — Gossow D. de tabe dorsuali. Berol. 1823. 8.; — Gull. Hörn D. de tabe dorsuali praelusio. Berol. 1827. 4., wo ausser den Be- obachtungen von E. Hörn, auch sehr vollständig die einzelnen Beobachtungen Ande- rer verzeichnet sind; — Koreff fand das R. M. bei einer mit Paralyse Verstorbenen auffallend dünue, s. Magendie's Journ. de Physiologie. T. IV. Oct. 1824. S. 372. / ■ - S) Dies verleitete GoW das R. M. für eine Art von Gangli^nkette zu halten; — t». JVeidenbach a. a, O. bildet einen starken Fall dieser Art am untern Ende des R, M. ab; — nicht ganz selten findet man das R. M., auch ohne sonstige Krankheit mit einem oder zweien knotigen Höckern geendet. — Bei einem in Folge von Onanie Verstorbenen war das R. M. sehr abgemagert und sähe wie aus Nerveufadea ge- flochten aus, auch war zugleich in den Nerven der Cauda eqaina das Mark ge- schwunden, 8. Rusfs Magazin f. d. ges. Heilk. B. XXU. H. 3. S. 476. mit Abbildg, 4) Z. B. wenn die Wirbelsäule sehr verbogen ist, Exostosen hat, einzelne Wir- bel verrenkt und aufgescliwollen oder cariös sind, wie bei der Spondylarthrocacc u. s. w. Vergl. o. §. 135. Aiuuerk. 43 u. 51 ferner Dubrevil s. Ollivier a. a.O. S.192, u. Caleb Hillier Farry s. Samml. auserl. Abhandl, z. Gebr. prakt. Aerzte, B. 33. St. 4. No. I. [in beiden Fällen wird der Anfang des Rückenmarks durch Verschiebung der ersten Halswirbel zusammengedrückt]; mehrere ähulicüe Fälle erzählt Ahev' orombic a. a. 0. S. ö38 ff. '](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21071147_0470.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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