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Credit: Gehirnpathologie / von C.v. Monakow. Source: Wellcome Collection.
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![einer Stelle, nämlich, ventral vom Balkensplenium, wo die sogenannte Fissura choroidea (Rest der fötal. Adergeflechtspalte, Fig. 21 Feh) sich vorfindet, ist der Abschluss allerdings ein sehr lockerer und ge- schieht, wie bereits angeführt, lediglich durch Epithelfalten (Fig. 21 Pich)] von der Fiss. choroid. gelangt man mit der Sonde nach Durchtrennung dieser Falten, an der Fimbria vorbei, sofort in das Hinterhorn, resp. Unterhorn. Zwischen den Seitenventrikeln und den Subarachnoidealräumen findet denn auch gerade an dieser (für die Pathologie sehr wichtigen) Stelle eine Hauptcommunication für die cerebrospinale Flüssigkeit statt. Der Hemisphärenmantel zerfällt in die Grosshirnrinde und in das Hemisphärenmark. Die jenseits der Windungen gelegene Masse des letzteren wird als das Cent rum ovale bezeichnet. Ausser den im Vorstehenden bereits besprochenen Commissurenfasern finden sich im Centrum ovale noch zwei wichtige Kategorien von Faser- massen, nämlich solche, die die einzelnen Windungsgruppen mit ein- ander verknüpfen, die langen Associationsfaserzüge, und Faser- massen, welche die Verbindung zwischen der Hirnrinde und den übrigen tieferen Hirntheilen besorgen, die langen Projections- faserzüge. Letztere sieht man theilweise schon mit unbewaffnetem Auge von der inneren Kapsel an ein Stück weit in divergierenden Strahlungen der Grosshirnoberfläche zustreben, namentlich schön an Sagittalschnitten; sie bilden den sogenannten Stabkranz. Manche Projectionsfaserzüge verlaufen indessen ausserhalb des Stabkranzes, resp. sie schlagen einen eigenen Weg ein (z. B. die Fornixbündel). Weitaus die Mehrzahl der Stabkranzbündel kommen aus dem Zwischenhirn, Mittelhirn und der Brücke hervor und bilden vor ihrem Uebergange in das Grosshirn einen Bestandteil der inneren Kapsel. Sie ziehen sectorenweise auf dem kürzesten Wege in die ihnen zugewiesenen Windungsabschnitte. Bisweilen verrathen sie streckenweise, wo die Bündel in geschlossenen Zügen verlaufen, die Form von Stielen; divergierend ziehende Faserbündel werden als Strahlungen bezeichnet. Grob anatomisch unterscheidet man bis jetzt, je nach ihrem Ursprünge und ihrer Endstation, folgende Stiele, resp. Strahlungen, denen theilweise gewiss auch eine besondere physio- logische Bedeutung zukommen dürfte: a) Die Strahlung aus den primären optischen Centren (aus dem Corpus geniculat. ext., dem Pulvinar und dem vorderen Zweihügel) oder die sogenannten Sehstrahlungen (strat. occip. int., Figg. 9—16 und 22 ss). Dieselben sind auf tiefen Horizontal- schnitten, die durch den äusseren Kniehöcker gehen, schon makroskopisch leicht zur Darstellung zu bringen. Sie verbinden](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2190313x_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)