Untersuchungen über die radioaktiven Substanzen / von S. Curie ; übersetzt und mit Litteratur-Ergänzungen versehen von W. Kaufmann.
- Marie Curie
- Date:
- 1904
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Credit: Untersuchungen über die radioaktiven Substanzen / von S. Curie ; übersetzt und mit Litteratur-Ergänzungen versehen von W. Kaufmann. Source: Wellcome Collection.
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![tisirungszahl des Wassers unter Anbringung der Korrektion für den Magnetismus der Luft. Man fand so: Tc = 1,05 . 10-6. Reines Baryumchlorid ist diamagnetisch, seine Magnetisirungs- zalil beträgt: Ic = —0,40.10-6. Ganz entsprechend diesen Resultaten findet man für ein Radium-haltiges Baryumchlorid mit etwa 17 Proz. Radiumchlorid diamagnetisches Verhalten und eine Magnetisirungszahl: 7o r= —0,20.10-6 1). i) iPraktionirung gewöhnlichen Baryumchlorids, Wir suchten festzustellen, ob das käufliche Baryumchlorid nicht kleine Spuren von Radiumchlorid enthielte, die zu gering waren, um mit unsrem Meßapparat wahrgenommen zu werden. Zu diesem Zwecke unternahmen wir die Fraktionirung einer großen Menge von käuflichem Baryumchlorid, in der Erwartung, eine etwa vorhandene Spur von Radiumchlorid dadurch konzen- triren zu können. 50 kg käuflichen Baryumchlorids wurden mit schwefelsäure- freier Salzsäure gefällt, wobei 20 kg gefällten Chlorids erhalten wurden. Dieses wurde in Wasser aufgelöst und wieder teilweise durch Salzsäure gefällt, wobei man 8,5 kg Niederschlag erhielt. Dieses Chlorid wurde der beim Radium-haltigen Baryum an- gewandten Fraktionirungsmethode unterworfen, wobei man an der Spitze der Fraktionirung 10 g Chlorid geringster Löslichkeit ausschied. Dieses Chlorid zeigte in unsrem Meßapparat keinerlei Aktivität; es enthielt also kein Radium; dieser Körper ist dem- nach in den das Daryum liefernden Mineralien nicht enthalten. ^) Im Jahre 1899 teilte Herr St. Meyer [Wied. Ann. 69, 237 (1899)] mit, daß radiumlialtiges Baryumkarbonat paramagnetisch sei. Herr Meyer hatte jedoch mit einem sehr wenig Radium enthaltenden Prä- parat gearbeitet, dessen Gehalt an Eadium wahrscheinlich höchstens ein Tausendstel betrug. Das Präparat hätte sich demnach diamagnetisch zeigen müssen. Walirscheinlich enthielt der Körper eine kleine eisen- haltige Verunreinigung.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21175275_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


