Beiträge zur näheren Kenntniss der Stärkegruppe : in chemischer und physiologischer Beziehung / von Walter Nägeli.
- Walter Nägeli
- Date:
- 1874
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Credit: Beiträge zur näheren Kenntniss der Stärkegruppe : in chemischer und physiologischer Beziehung / von Walter Nägeli. Source: Wellcome Collection.
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![1826. Caventou (Ann. d. chim. 2“® ser. XXXI, S. 358!. Durch Kochen von Stärkekleister oder trockenes Erhitzen der Stärke über 1 00® wird die Substanz verändert, es bildet sich daraus eine jetzt leichter lösliche, gleich der »amidine« von de Saussure. 1829. Guibourt :Ann. d. chira. et phys. 2. XL, S. 183). Stärkekörner, im Mörser zerrieben, geben an kaltes Wasser einen Theil ihi'er Substanz ab, welcher sich mit Jod blau färbt, nach dem Ein- trocknen sich nicht mehr löst. Es ist dies die Amidine von de Saus- sure und der lösliche Theil der Stärke von Raspail; letzterer ist also nicht Gummi. Ausserdem enthält das Stärkekorn noch einen unlöslichen Theil, der sich ebenfalls blau färbt. 1833. Biot und Persoz (Ann. d. chim. et phys. 2. LII, S. 72). Der Inhalt der Stärkekörner wird gebildet durch eine lösliche Sub- stanz, welche die Ebene des polarisirten Lichtes stark nach rechts dreht, weshalb die Verfasser ihr den Namen Dextrin gaben. Sie wird frei erhalten, wenn man die Hüllen zerreisst, und zwar durch Kochen mit Wasser oder verdünnter Schwefelsäure. Lassaigne (Ann. chim. phys. 2“® ser. LIII). Jodstärke auf 90® erwärmt wird farblos, und zwar um so rascher und bei um so niederer Temperatur, je verdünnter die Lösung ist. 1834. *Fritzsche (Gilbert’s [Poggendorff’s] Annalen XXXII [der ganzen Reihe 108] S. 129). Die Ansicht Rasp ail s’ ist unrichtig. Die Stärkekörner bestehen vielmehr aus vielen in Wasser unlöslichen Schichten, die nur durch ihr Lichtbrechungsvermögen verschieden sind. Payen und Persoz (Ann. chim. phys. 2. LIII, S. 73). Darstellung der Diastase. Wird Stärke damit erwärmt, so erhält man Dextrin und Zucker. Dieses Dextrin ist nicht mehr der ursprüng- liche Inhalt der Körner. G ue r in-Var r y (Ann. chim. phys. 2. LVI, S. 225). Die Stärke besteht aus einem in kaltem Wasser löslichen Theil (ami- dine) , einem durch dasselbe in Lösung erhaltenen (amidin soluble! iind einem unlöslichen Theil (amidin tegumentaire). Darstellung und Eigenschaften dieser Substanzen. *Payen und Persoz (Ann. chim. phys. 2. LVI, S. 337). Ausser den Hüllen besteht die Stärke aus »amidone«. Darstellung dieser Substanz und Verhalten derselben gegen Wasser, Alkohol, Gerbsäure, Jod, Barytwasser und Diastase. Gucrin-Varry (Ann. chim. phys. 2. LVII, S. 108). Payen s »amidone« besteht aus einem in kaltem Wasser löslichen und einem imlöslichen Theil; es sind also zweierlei Substanzen ge- mischt. ®](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2233273x_0113.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)