Volume 2
Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff.
- Karl Sudhoff
- Date:
- 1894-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff. Source: Wellcome Collection.
161/838 page 145
![Der Titel stimmt mit der ersten deutschen Ausgabe (Theil I No. 134) ‘und nicht mit Huser, von dem es jedenfalls nicht abgeschrieben ist, auch wenn es nach 1591 zu setzen wäre. Text und Abbildungen stim- men zwar ziemlich gut mit Huser überein, welcher nach der Ausgabe von 1571 druckt. Auf Bl. Sb —9b des. Mser. findet sich aber ebenso wie, in dem sehon oben (No. 44) besprochenen Nürnberger Codex eingeschoben: „Aller weldt Gunst Insonders grossen Potentaten, durch tragung aines Characters zubekhomen“ und „Virtutes Characteris solis“. Es beginnt folgendermassen: An dem vierzehenten Tag Julij, daruor oder darnach wan die Sonn In dz Zaichen & [,„Im Lewen“ Ms. Norib.] gehet, In der Stunden vnd Punkten des eingangs, So Schmelz gut, war Pur vnnd fein @old in einem Neuen Tigel, vand In derselben Stunde Geuß es aus, vnnd also dünne, wie es sein soll In ain Forma die vorhin darzu beraittet ist, darin die Zaichen vnnd Character stannden, darmit so du dz Metall des Goldes darein schüttest, das es dz gleichnus solcher Charater vnnd Zaichen an sich nemen werde, Also khanst am allereheist daruon khomen, das Zeichen magstu machen, als du wilt es hat khain besonders gewicht, die Character wort vnnd Zaichen, sollen hindersich gegraben sein, damit so es auf den Pfenning Stande es Recht vond vor sich stande ...... Virtutes Characteris solis. Diser Character macht angenemen bey fürsten vnd Potentaten, wunderbarlicher weiß, man soll In am Plossen Halb, an ainer Seiden Schnur tragen, Allso damit er vngeuerlich dz Hertz- orüeblin erraiche, an dem menschen der In tragen will. 'So Er ainmal angehengkht wirde zu Rechter Zeit, hat er die crafft des Menschenlebenlang. | Vor „Waffensalb“ Huser 4°-Ed. Bd. X App. S. 81 hat das Mscer. zwei Abschnitte eingeschoben: | | Ain andere Wundtsalben. Die Wunden so geschlagen oder gestochen, vnnud dermassen also dz khain Nerue Spanader, Hirn, Hertz, Leber, oder dergleichen Haubtglieder berürt oder verletzt werden, Sol man allain ain Weidenholz, von dem Blut, so aus der Wunden gehet netzen, vnd dasselbig truckhen lassen, vnd dz Holtz In die volgente Salben steckhen, Es hailt ohn allen Wehtagen vnd Schmerzen der verwundt soll alle Morgen mit seinem aigenen Harn, die Wunden waschen, vnnd wider ver- binden, es hailt ohne allen schaden, Rp. Mis von todten khöpffen . 4 Loth Mumiae, Ain Loth Men- schenschmaltz, vier Loth, Bluet von ainem Menschen, ain Loth, Kritik d, Echtheit d. Paracelsischen Schriften, II, , 10](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3371499x_0002_0161.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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