Volume 2
Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff.
- Karl Sudhoff
- Date:
- 1894-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff. Source: Wellcome Collection.
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![sein die ein Christ haben mufs wil er anderst ein Christ sein, Also ist die Tauff das erste einzugehn auff den weg des Herren, Erstlich magsts vergleichen einer Hofffarbe, Item einer Boleten, einem Geleitsbrieff, kleide eines Christen wie inn Veteri Testa- mento, ein weich ein salbung, ein krigfzeichen vnsers obersten Hauptman Christi, Differt in hoc, Ein Irdischer mag abfallen, Aber wir nit von Christo, entweder ewig sterben oder bey yhm bleyben .... Ein Orden über alle Orden, unsere Weihe in .das Priesterthum Christi, ein Nassmachen, das ewig währet, ohne Reiteration, eine königliche Krönung ohne alle Ceremonien, ein Spitalzeichen, das die Pfründe gewährleistet. Blosses Wasser, aber die Worte im Namen des Vaters, Sohnes und h. Geistes machen es zum Sakrament, das selig macht. Ohne den Glauben kommt keiner in den Himmel, aber für die Kinder, Tauben, Unverständigen und Geisteskranken ist die Taufe der Behelf zur Selig- keit im Segen des Wortes Gottes. So hat Christus die Taufe Johannis, die nur für die Vernünftigen ist, vervollständigt. Die erste Kraft der Taufe ist die Busse (de peractis peccatis), die andere das Wort Gottes bei der Taufe. Mit dem h. Geist werden sie selig, mit dem Feuer verdammt in die Hölle. Zwei Taufen, zwei Wege, Weizen und Spreu. Geborene Christen müssen die Taufe haben, Heiden konnten früher und heute bekehrt werden durch die Predigt und werden im Behinderungs- falle der Taufe auch selig ohne sie. Die Kinder sollen getauft werden. Von der Taufe im Mutterleib haben wir keine Schrift und ist doch dem Glauben gemäss; im Glauben und Beten stehet die Taufe auf den h. Geist. Christi Taufe ist um unsert- willen geschehen, nicht Christi wegen, der den h. Geist vorher hatte; sie ist ein Zeugniss der Gotteskindschaft für uns. Die Sünden vor der Taufe (actualia et ori- ginalia), werden durch die Taufe vergeben, aber nicht die späteren Sünden, die ver- gibt allein die innere Taufe, sacramentum corporis et sanguinis Christi. Wie spi- ritus sanctus in aqua sei, soll man nicht forschen, sowenig wie corpus in pane; es ist nicht um die signa zu thun, sondern um die signata. Nur eine Taufe ist die Johannis, Christi, der Apostel und unser aller. Alle weiteren Öeremonien als die Namen der Trinität sind abergläubig (drei Kreuze schlagen geht wohl hin). Wer fehle es Gott und fliehe zu seiner Taufe; denn die Taufe nimmt hin, was wir nicht “wissen und doch wissen sollten, sie beschirmt uns wie die Kinder; doch dürfen wir nicht nachlässig sein in der Lehre, sondern lernen von Grund unseres Herzens. viel Geschwätz, kein h. Geist in Taufe und Lehre. -Mit der Taufe ist das Gelübde Christen erkennen; ihnen fehlt die Nachfolge Christi in den Werken. Das Gelübde zusammen. Die Taufe ist ein Eingang in den Tod und der Tod ist ihr Ende. Bis in den Tod sollen wir unser Taufgelübde erfüllen. Die Ausgiessung des h. Geistes am Pfingstfeste ist keine Taufe. Der Geist der Pfingsten und der Geist der Taufe ist freilich derselbe Geist, aber zwei unterschiedliche Gaben. Der brauch des Tauffs ist fragen den Namen des Taufflings, et dicere Njomen] (dieweyl ihn ins wasser tuncken, ‚oder wasser](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3371499x_0002_0268.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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