Volume 2
Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff.
- Karl Sudhoff
- Date:
- 1894-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Versuch einer Kritik der Echtheit der Paracelsischen Schriften / von Karl Sudhoff. Source: Wellcome Collection.
296/838 page 280
![attinent . Liber Theophrasti. [„II de limbo aeterno“ . gleichzeitige Notiz.] [Von späterer Hand steht links „Liber XVII de limbo aeterno.“] Paulus tractiert den himlischen leib Christj, beweiset durch die Aufferstehung, einen vnsichtbaren vnd verborgenen leib, Im Sich- tigen, das In der Aufferstehung Christj dz vnsichtige offenbart sej worden : vnd meldt da nichts vom sichtigen leibe der Erden, allein vom vnsichtigen . Vnd ist aus diesem Capitel zu ver- stehen, das dem Paulo vielleicht von den Saducäisch Einreden geschehen, vnd laugnung der aufferstehung ....... Ohne Auferstehung ist der ganze Glaube nichts, dann ‚wäre Christus auch nicht vom Himmel; ohne den untödtlichen Leib, den „Leib der Belohnung“, könnten auch wir nicht selig werden. Auch in Christo ist zweierlei Leib und Fleisch gewesen, irdisch und himmlisch, er hat aber nur nach der himmlischen Art gelebt ohne Sünde, ‚sichtbar war er nur durch den irdischen; das Himmlische mit dem Irdischen bedeckt. Auch wir Christen sind in beide Leiber geboren und doch nur eine Person. Das Wort Gottes ist aus dem Geist in Maria Fleisch und Blut worden wunderbarlich ohne männlichen Samen. Gleichniss vom Kristall der mit dem Stahl den Funken erzeugt, aber auch ohne Stahl durch den Sonnenstrahl Feuer entzünden kann. Der Tod scheidet die zwei Leiber von einander, der himmlische geht gen Himmel. Gold und Schlacken im Erz. Christi Leib aus Maria ist nicht den Würmern überant- wortet worden, sondern verschwunden, nur der himmlische ist von den Jüngern wieder gesehen worden. Christus hat uns seinen himmlischen Leib gegeben (nicht den irdischen, den hatten wir schon vorher), in dem wir die Belohnung und Selig- keit empfangen. \ | Bl. 25a Sequitur textus Paulj der lateinisch nach der Vulgata marginal gegeben ist. Fortlaufender Kommentar einiger Verse aus dem 15. Kapitel. . Bl. 26b—27a sind dann noch kommentirt Kor. 6,1; 9, 15:2, 158% 4,2; 5,2; 6,2; — dasselbe Schriftstück ist noch aa scharfen Zi B. No. 88 Bl. 82b; No. 100 S. 178; No. 108 S. 583. In allen diesen an- dern Handschriften ist der Text etwas weitläufiger gegeben und soviel ich sehe übereinstimmend; es entsteht also die Frage, ob unser Mser. die ursprüngliche Gestalt gibt und die andern eine etwas überarbeitete, erweiterte, oder ob unser Schreiber, der ja ein Gelehrter gewesen sein muss, seine Vorlage etwas gekürzt resp. excerpirt hat; vieles findet sich in allen wörtlich gleich. Es ist ja misslich, dass gerade die älteste erhaltene Handschrift, der wir von vornherein den meisten Glauben schenken müssen, diesen kürzeren Text gibt. Das nämliche Verhalten finden wir bei der Mehrzahl der folgenden Tractate. Es dürfte sich hier doch wohl um Kürzungen unseres Bearbeiters handeln; denn auf Bl. 49a findet sich die Bemerkung „ad verbum“, was doch für die anderen Tractate erkennen lässt, dass sie nicht wörtlich gegeben sind. Eine](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3371499x_0002_0296.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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