Volume 1
Enzyklopädie der mikroskopischen Technik / in Verbindung mit E. Ballowitz ... [and others] ; herausgegeben von Paul Ehrlich [and others].
- Date:
- 1910
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Credit: Enzyklopädie der mikroskopischen Technik / in Verbindung mit E. Ballowitz ... [and others] ; herausgegeben von Paul Ehrlich [and others]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gangen vorhanden, desgleichen sieht man auch in früheren Stadien der Milchsecre- tion (Colostrumbildung) viele noch unverfettete Granula in den Ausführungsgängen (Altmann, 94, Taf. XVII, Fig. 2). [Über die Abstoßung ganzer granulagefüllter Zellteile siehe die Anal- und Präputialdrüsen, HARDERsche Drüse Nieren u a 94 pag. 109 u. ff.] ’ ’ Neben diesen vegetativen Prozessen hat Altmann auch den Leistungen der Nerven und Muskeln vom Standpunkte seiner Theorie aus Aufmerksamkeit ge- schenkt. An Embryonen von Fröschen, Salamandern (der Referent) und von Pro- teus anguineus ließ sich die Entstehung der Muskelelemente aus fuchsinophilen Granulis verfolgen, die, erst regellos auftretend, sich bald in Zügen und Reihen ordnen; mit der Ausbildung der Muskelfibrille hat jedoch der „Disdiaclast ebenso wie das ausgebildete Secretkorn“ seine spezifische Färbbarkeit verloren; zwischen den Reihen der contractilen Elemente liegen aber im ausgebildeten Muskel (94, Paf. IX u. X) noch kleine echte rote Granula oder solche, die sich mit Osmium schwärzen, welche dann, dem Sarcoplasma angehörend, für die Ernährung des Muskels von Bedeutung sind. Für die Nervenfibrille nimmt Altmann eine Zusammensetzung aus kurz- stäbclienförmigen Granulis an (Silberbilder ohne Angabe der Methode, 94, pag. 62, Fig. 5); die KüPFFBRschen (94) Körnchenreihen würden der Interfibrillärsubstanz des Achsencylinders angehören. Nach Altmann soll der Fibrille, sei sie nun contractil oder nur leitend, immer eine Zusammensetzung aus kleinsten Elementen (Körnern oder Kurzstäbchen) eigen sein. (Referent [94] hat eine solche Zusammen- setzung für die Spindelfibrillen der Kernteilungsfiguren nachgewiesen.) Der Kern zeigt nach Altmann ebenfalls eine Zusammensetzung aus Gra- nulis und einer intergranulären Substanz. Letztere gibt Chromatinreaktion und stellt ein äußerst zartes intergranuläres Netz dar; dieses Netz soll mit den gewöhnlichen Kernfixierungsmitteln zu dem Kerngerüst der Autoren vergröbert werden. Das intergranuläre Netz hält Altmann für das intakte Protoplasma, für den wichtig- sten Teil des Kernes, die darin eingelagerten Granula nur für Assimilations- organe, deren Stoffwechselprodukte uns noch unbekannt sind (92, pag. 228). Eine Auflösung des intergranulären Kernnetzes in feinste Granula ist Altmann im ruhenden Kern nicht gelungen, wohl aber tritt diese granuläre Natur hervor bei der Kernteilung. Bei beginnender Teilung treten statt des intergranulären Netzes jene feinen Knäuel auf, die sich augenscheinlich durch Conjugation ihrer Elemente vergröbern und schließlich zur Bildung der Äquatorialplatte führen (92, pag. 228 unten.) Anmerkung des Referenten: Der granuläre Bau der Chromatinschleifen ist ja schon von Pfitzner, Balbiani, van Beneden, Nevdt u. a. gesehen worden, ebenso vom Referenten (94). Die von Altmann gegebenen Abbildungen (94, Taf. 33, Fig. 1—15), die sich zum Teil vollständig mit den vom Referenten gegebenen decken, zeigen die C y a n i n färbung nach Osmium-Goldchloridbehandlung an den Schleifengranulis ganz wie an den Granulis des ruhenden Kerns, welche in den Maschen des intergranulären Netzes liegen (siehe Altmann, 92, pag. 224, Fig. 1A u. 1, Taf. VI, Fig. 3 u. 4). Wie diese Veränderung der doch nach Alt- mann vom intergranulären Netze stammenden Granula der Schleifen vor sich geht, hat er nicht angegeben. Die vom Referenten untersuchten Objekte (Spermatocyten der Salamander- hoden) zeigen die Granula des ruhenden und die zu Schleifen angeordneten des sich teilen- den Kerns von gleicher Größe und Reaktion durch alle Phasen hindurch, wenigstens soweit es die homoiotypen Formen der Mitose betraf. Altmann ist nun durch seine Untersuchungen auf einen ganz besonderen Standpunkt gelangt, von dem er die Lehre von der Zelle und von den Organis- men aus reformieren will. Das Granulum ist der eigentliche Elementar- organismus, die Zelle nur eine Kolonie von solchen. Das Granulum ist der organisierte Krystall, es ist aber kein Abscheidungs- produkt eines homogenen Protoplasmas, es kann nur aus Granulis hervorgehen — omne granulum e granulo. Außerhalb des Zellverbandes kann es nicht mehr existieren, daher es als Cytoblast, und zwar nackter, von den freilebenden, mit einer Hülle versehenen Autoblasten (Mikroorganismen) zu unterscheiden](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28108553_0001_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)