Volume 1
Enzyklopädie der mikroskopischen Technik / in Verbindung mit E. Ballowitz ... [and others] ; herausgegeben von Paul Ehrlich [and others].
- Date:
- 1910
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Credit: Enzyklopädie der mikroskopischen Technik / in Verbindung mit E. Ballowitz ... [and others] ; herausgegeben von Paul Ehrlich [and others]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![genden Flüssigkeit: l%igc Lösung von Kupferacetat in l%iger Essigsäure, l%iges Kupferchlorid, l°/0ige Osmiumsäure und l%iges Thionin zu gleichen Teilen. Gadzikiewigz fixiert das Herz von marinen Crustaceen entweder in dem Gemisch von Hennings (konzentrierte alkoholische [60%] Sublimatlösung 12 Teile, 0 5%ige Chromsäure 8 Teile, Salpetersäure 8 Teile, konzentrierte Pikrinsäure 6?Teile^, absoluter Alkohol 21 Teile) oder in dem Gemisch von Gilson (Sublimat 20 g, Salpetersäure [1,45] 15 ccm, Essigsäure 4 ccm, 60%iger Alkohol 100 ccm, Wasser 880 ccm). Darmkanal: Zur Untersuchung des Darmkanals von Coleopteren fixiert Rengel 1—2 Stunden (Tenebrio) in Flemming oder Hermann, Schoenichen für Isopoden in Pikrinessigsäure, Mc. Murrich für den gleichen Zweck in Sublimat oder Hermann. Diercks schneidet bei Coleopteren das Abdomen des lebenden Tieres auf, hebt die Seitenränder empor, zieht die Rückenhaut ab und schüttelt etwas in der Fixationslösung. Dadurch lösen sich die Organe voneinander und das Fixativ dringt leichter ein. Für den Darmkanal der Crustaceen sind nach Gül- eysse (07) Sublimat-Essigsäure, Zenker und Flemming die weitaus besten Fixa- tive, die beiden ersteren liefern auch für den Darmkanal der Scorpiouiden die zu- friedenstellendsten Bilder. Drüsen: Für die Mitteldarmdrüse von Crustaceen sind empfohlen worden alkoholisches Sublimat mit Salpetersäurezusatz, Platinchlorid-Chromsäure nach Merkel (Frenzel), konzentriertes Sublimat allein oder mit gleichen Teilen I0°/Oiger Sal- petersäure (Frenzel); Osmiumgemische leisten nichts für diesen Zweck (Frenzel), das Beste ist in dieser Hinsicht die BRANCAsche Sublimat-Pikrin-Formol-Essigsäure. Fixation 1—2 Stunden, ebensolange fließendes Wasser, dann steigender Alkohol (Vigier). Für Speicheldrüsen kleiner mariner Crustaceen empfiehlt Ide den abgeschnittenen Kopf in gewöhnlichem oder GiLSONschem Sublimat zu fixieren, dieselbe Flüssigkeit empfiehlt neben 0,5%iger Osmiumsäure Bugnion für die Speicheldrüsen der Dipteren. Gilson fixiert die Stinkdriise von Coleopteren 10 Minuten lang in 5°/oioem wässerigem Sublimat, Korschelt die Spinndrüsen von Lepidopteren in Flemming, Hermann oder Sublimat. Tracheen: Um die Endverzweigungen der Tracheen in den Spinndrüsen studieren zu können, benutzt Holmgren bei Lepidopterenlarven die vitale Me- thylenblaufärbung oder die Golgimethode, es färbt sich besonders das Protoplasma der Matrixzellen. Martin injiziert Indigweiß in die Leibeshöhle und bringt die Tiere in heißes, durch Kochen luftleer gemachtes Wasser. Die Tracheen färben sich blau. Prenant fixiert zur Untersuchung der Trachealzellen parasitäre Dipterenlarven in Formol-Pikrinsäure nach BODIN, in Flemming oderWEIGERTS Neurogliafixativ. Färbung in Eisenhämatoxylin. Kiemen: Kimus fixiert die Kiemen von Crustaceen in Flemming 12 bis 14 Stunden oder GiLSONschem Sublimat 80—40 Minuten. Um die Präparate besser schneidbar zu machen, legt er sie vor der Einbettung 24 Stunden in Holzessig oder 5—6 Stunden in l°/0iges Kupfersulfat. Nervensystem: Das Nervensystem der Arthropoden und vor allem der Cru- staceen hat durch die Untersuchungen von Biedermann, Retzius, Bethe und an- derer eine sehr eingehende Bearbeitung gefunden, vor allem mittelst der vitalen Methylenblaumethode. Man injiziert den Tieren mit einer kleinen Spritze 1—-2 ccm einer 0,2°/0igen Methylenblaulösung in das Abdomen oder den Thorax, ohne das Herz zu verletzen. Ist die Injektion gelungen, so müssen die Gefäße der Scheren- arme sofort blau durchscheinen. Entweder öffnet man direkt, indem man die ven- trale Decke des Abdomens entfernt (Retzius), oder läßt zunächst 2—4 Stunden in der feuchten Kammer liegen und setzt dann erst die zu untersuchenden Teile der Luft aus (Biedermann). In beiden Fällen dauert es (feuchte Kammer) meh- rere Stunden, bis eine gehörige Bläuung eingetreten ist (manchmal bis zu 20 Stun- den). Bethe (97) legt das Herz frei und tropft 5—6 Tropfen einer l%i&en L'ösün'gnvonEHiiLiOHsclieifi) iMethylenblau’ ättf ulid Seriösen' 0§tidfi,,'atfP^1WI£! 2tbis](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28108553_0001_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)