Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1892
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Credit: Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![(''•Ilniiliri.'iiili.-ttiiiic ]:\ h'u'V je nach der Giüsse des Stückes vei\s(liieden laiitr in ol)ijr»'ni Falle etwa 3 bis 4 Tage) und wii-d schliesslich in eine dickflüssige <'elloidinlüsung übertragen, in der es ebenfalls znni mindesten ein Paar Tage verweilen soll. Das nnn vollständig mit Celloidin durch- tränkte Stück wird sammt dem anhaftenden (.'elloidin in der ob^n angeführten Weise auf einen Kork aufgeklebt. Diese .^[ethode der 'elloidineinbettung, die nun kaum mehr zu entbehren ist, leistet auch Vorzügliches au solchen Präparaten, welche leicht auseinande-i-- fallen, deren einzelne Tlieile schwer in situ zu erhalten sind, oder in denen sich Höhlen und Lücken befinden. Eine besonders vollständige Durchtiänkung mit (.'elluidin erhält man nach der von Barett angegebenen Methode, die allerdings ein wenig mehr Sorgfalt erfordert. Das in absolutem Alkohol gut ent- wässerte Pi'äparat kommt in eine Mischung von 3 Theilen absolutem Alkohol und 1 Theil Aether. Wenn diese genügend ins Gewebe ein- gedrungen ist, bringt man ein Stück trockenes Celloidin ins Gefäss, das sich langsam löst, und der nur successive sich verdickenden Lösung eine möglichst innige Durchtränkung des Präparates erlaubt; luan setzt so lange täglich frische Celloidinstücke oder sehr dicke Oelloidinlösung bei, bis man eine nur schwer fliessbare Masse erhalten hat. Nach einiger Zeit giesst mau das Ganze in ein Glasgefäss mit einem nicht völlig luftdicht schliesseudeu Deckel; wenn das Celloidin ziemlich hart geworden ist, schneidet man das Präparat mit einem entsprechenden Stück Cell.iidin heraus und wirft den ganzen Block in Wasser. Ist aller Alkohol ausgezogen, dann kann ein solches Stück auch sehr gut am Gefriermikrotom geschnitten werden. Eine dicke Lösung von Photoxylin verändert sich manchmal derart, dass sie völlig uuverwendbar wird: statt eine mehr oder minder dicke Flüs.sigkeit zu bilden, erstarrt sie zu einer gelatinösen Masse, welche au dem Finger gar nicht haftet. Eine solche Lösung ist absolut unbrauchbar; befindet sich bereits ein Präparat in derselben, so muss es neuerlich in Alkohol entwässert und in frisches Photoxylin gebracht werden. Die für die meisten Gewebsarten ganz vorzügliche Durch- tränkung mit Paraffin empfiehlt sich für das Centralnerven.system im Allgemeinen weniger; da sie aber für periphere Nerven oder dann, wenn kleinere, äusserst feine Schnitte verlangt werden, un- entbehrlich ist. so darf sie hier nicht ganz übergangen werden. Auch hiefür sind zahlreiche Modificationeu vorgeschlagen worden; nath- stehende ist einfach und sehr anzuempfehlen. Nach vollständiger Entwässerung in Alkohol kommt das zu schneidende Stückchen in eine Flasche mit Xylol; gleich oder am nächsten Tag bringt man in](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211681_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


