Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1892
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Credit: Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![ScliniUsiiicn. ]5 des Sclnieidt'iis zwischen Je zwei auf den Papieistreifen zu biingenden Schnitten, als amii später bis zur delinitiven Heiiützuuf^ der Händer, die Papiere so hin. dass die Schnitte nach oben stehen und der Streif an der feuchten l'nteilaj^e p^ut anliegt. Auf jede Ghisphitte kann man. wenn sie breit genug gewählt wurde, zwei solcher Schnittreihen über- tragen, indem man zwei Bänder mit der Schnittseite auf die trocken gewordene Collodiumschichte legt und von der anderen Seite sanft den Streifen andrückt; letzteren kann man nun leicht al)ziehen. so dass die Schnitte der C'ollodiumschicht anhaften. Nachdem aller Alkohol so weit entfernt ist, dass die Schnitte eben noch feucht sind, wird über diese hinweg rasch eine zweite Collodiumschicht, so wie dies anfäng- lich geschah, gegossen. Ist die Collodiumschicht o])erHächlich trocken, so soll man die Schnitte zur späteren Orientirung mit ]\[ethylenblau numeriren. Die fertiggestellte Tafel w'ird entweder in SOprocentigem Alkohol aufbewahrt, oder alsbald (vor dem starken Eintrocknen) in die Färbetlüssigkeit, z. B. wenn man eine Markscheidenfärbung beabsichtigt, in die gebräuchliche Hämatoxylinlösung, gebracht. In letzterer li'ist sich, namentlich im Brütofen, sehr bald die ganze Collodiummasse mit den von ihr eingeschlossenen Schnitten vom Glase ab, so dass man sie leicht entfernen kann. Die Weiter- behandlung dieser Collodiumserien ist die gleiche, wie wir sie für die einfachen Celloidinsclinitte weiterhin besprechen werden. P^iner der Hauptfehler dieser Methode besteht darin, dass die verschiedenen A\'eiterbehandlungen der Schnitte, insbesondere das Färben, durch die doppelte Collodiumschichte sehr erschwert werden. Um diesen Nachtheil zu vermeiden, empfiehlt sich das von Ohregia angegebene Verfahren, das auch viel weniger Vorsicht erfordert. Man mache sich folgendes Gemisch: 30 Kubikcentimeter einer sjTupdicken Lösung von Candiszucker in destillirtem Wasser + 20 Kubikcentimeter Alkohol (95 Procent) -j-10 Kubikcentimeter einer syrupdicken Lösung von reinem Dextrin. Mit dieser Lösung, die sich ziemlich lange hält, Avird der Objectträger, in gleicher Weise wie mit Collodium, übergössen; nach dem Trocknen kann er ohne Schaden auch mehrere Tage lang auf- bewahrt werden. Die Schnitte werden wie bei der Weigert'sehen Methode auf den Objectträger gebracht und nach mehreren Minuten mit einer Lösung von 6 Gramm Photoxylin oder Celloidin in 100 Kubik- centimeter Aether und 100 Kubikcentimeter absolutem Alkohol Über- gossen. Der Objectträger wird nun horizontal der Luft ausgesetzt, bis die leichte Trübung um die Schnitte herum verschwunden und die Photoxylinschichte consolidirt ist, dann taucht man ihn in Wasser, worin sich die Zuckerschichte löst, und das Photoxylinblatt](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211681_0037.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


