Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1892
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Credit: Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![von ./. ]\^(i!inrr bescliiicbcu wurden. W'jilii'sclieinlicli aus ilint^i ent- stiininuMi (lurcli ilii- dickeres Caliber ansficzeiclinete Nervenfasern, welche sich oberhalb der Sehnervenkreuznng spitzwinkeli}^ kreuzen (Fi<;-. 131) und mit dem Tractus (beim Menschen aber noch durch eine diiinie Lage grauer Substanz von ihm geschieden) nach iiinten ziehen (CM. Mripiert'sche Commissur). Diese Fasern verlassen aber schliess- lich wieder die Nachbaischaft des Tractus, durciiziehen bogenföi-mig den Pes peduuculi und scheinen im Corpus sulithalaiuicum ilii- Ende zu linden. Oberhalb der il/f/y^fcr^'schen Commissur, die früher ihr Mark erhält als der Opticus, sieht man im Tuber cinereum noch feine Fasern, welche sich in der Mittellinie kreuzen (vgl. Fig. 134) und dann diver- girend ausstrahlen; Darlcschetvitsch bezeichnet sie als i^ore^'sche Kreuzung im Tuber cinereum. Eine nicht zu übersehende Wurzel des Nervus opticus tritt aus dem Chiasma direct in das centrale Hölüengrau des dritten Ven- trikels ein, basale Opticuswurzel. Sind beide Nervi optici degenerirt, so geht ein grosser Theil beider Tractus ebenfalls zugrunde und damit atropliiren laterale Kniehöcker, vordere Vierhügel und die hinteren Antheile der Thalami optici (Pulvinar); hingegen bleibt aber ein Rest des Tractus ver- schont, nämlich, abgesehen von der i^ore^schen Kreuzung, die Meymrt- sclie Commissur und die (rMcZcZen'sche Commissura inferior, welche — wae aus diesen Versuchen hervorgeht — alle mit dem Nervus opticus selbst nichts zu thun haben, also beim Sehacte direct nicht betheiligt sind. Da der innere Kniehöcker und der hintere Vierhügel ebenfalls keine Atrophie erkennen lassen, so muss man annehmen, dass die Fasern der Commissura inferior in der inneren Tractus- w^urzel verlaufen; allerdings bilden sie dieselbe nicht allein. Ueber die anderen Bestandtheile der inneren Tractuswurzel weiss man wenig Sicheres. Zu den Hirntheilen, welche nach Zerstörung eines Auges oder Sehnerven auf der anderen Seite atrophiren, gehört auch der Tractus peduncularis transversus von Gnaden (Fig. 6, Tpf), der vor dem vorderen Vierhügel beginnt, äusserlich schief über den Hirnschenkel- fuss herabzieht, seinen medialen Rand umgreift und vor dem Aus- tritte des Nervus oculomotorius in die Gehirnbasis eindringt. Ueber seinen weiteren Verlauf ist wenig bekannt; rerUa hat ein Bündel- chen des Tractus peduncularis transversus in den Oculomotoriuskern aufsteigen gesehen. Endlich findet Darlscheicitsch nach Exstirpation eines Bulbus auch Atrophie eines Bündels, das an der der Operation gegenüber-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211681_0379.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


