Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1892
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Credit: Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![grossen Schwierigkeiten Zellen, die häufig fast ganz fehlen, sehr bei verschiedenen Individuen. Nebstdem findet man immer eine grosse Anzahl von kleinen Zellen in der Körnerschichte, die sich weniger gut oder gar nicht mit Hämatoxylin färben, wohl aber mit Eosin; Demssenko hat sie daher als Eosinzellen bezeichnet und ihnen eine von den ersteren verschiedene Bedeutung zugewiesen. Die markhaltigen Nervenfasern (Fig. 155i der centralen Mark- substanz geben, sobald sie in die dichteren Lagen der Körner ein- gedrungen sind, zum Theile ihre mehr oder minder parallele, respective radiäre Yerlaufsrichtung auf und bilden ein zierliches Maschenwerk durch die ganze Breite der Körnerschichte. Ausserdem finden sich in dieser Schichte, den Raum zwischen den Körnergruppen ausfüllend, ziemlich grosse rundliche Massen, deren histologische Auflösung begegnet; dieselben werden jedenfalls neben wenig Neuroglia, vorzüglich durch ein dichtes Netzwerk feiner verfilzter Fasern gebildet; letzteres besteht aus un- zweifelhaften Bindegewebsfibrillen, sowie aus marklosen Nervenfasern, welche zum grossen Theile durch die Verästelungen der Fortsätze der Körner entstehen. Ausserdem betheiligen sich aber an diesem Netzwerke Seitenäste vom Axen- cylinderfortsatze der Purkinje'sehen Zellen, sowie feinste nervöse Fibrillen, welche aus den mehr peripheren Schichten in diese Schichte hereinziehen. Die nun nach aussen zu folgende Schichte der Kleinhirnrinde ist hauptsächlich durch eigenthümliche grosse Nervenzellen charak- terisirt, welche, in einfacher Reihe angeordnet, die Körnerschichte umsäumen (Fig. 154 und 156). Diese zweite, mittlere Schichte wird daher gewöhnlich auch als grosszellige Schichte bezeichnet. Die erwähnten Nervenzellen (Fig. 156, 157, 158), welche nach ihrem Entdecker ganz allgemein Pwkinjysche Zellen genannt werden, haben eine rundliche, etwas flachgedrückte Form, wie eine Linse oder ein Kürbiskern. Der Querdurchmesser dieser Zellen beträgt circa 30 /t, der Längsdurchmesser 40 ft; doch wird diese Dimension, da zwischen der Zelle und dem gleich zu erwähnenden peripheren Fortsatz sich keine strenge Grenze ziehen lässt, gewöhnlich etwas grösser ange- geben. Die Dicke schwankt zwischen 25 und 30 u. Die Pvrkinje'schen Zellen haben einen rundlichen grossen Kern (16 fi) mit deutlichem Kernkörperchen; Kern und Kernkörperchen Fig. 155. Querschnitt durch ein Kleinhirnläppchen. Yergr. 15. Weige7-t-Trä])B.ra.t](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211681_0432.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


