Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner.
- Heinrich Obersteiner
- Date:
- 1892
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Credit: Anleitung beim Studium des baues der Nervösen centralorgane im Gesunden und Kranken zustande / von Dr. Heinrich Obersteiner. Source: Wellcome Collection.
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![4. Modification der Markfärbung nach Kultschitzky. Härtung durch 1 bis 2 Monate in Erlitzkyscher Flüssigkeit, dann Auswaschen des Stückes während mehrerer Tage in fliessendem Wasser. Einlegen der Schnitte in folgende Lösung: 1 Gramm Hämato- xyliu in wenig absolutem Alkohol gelöst mit 100 Gramm einer 2i)ro- centigen Essigsäure. Nach mehreren Stunden (bis 24) ist die Dunkel- färbung der Nervenfasern vollendet. Hierauf kommen die Schnitte in 100 Kubikcentimeter gesättigter Lithionlösung, der man zur schnelleren Entfärbung und zur Erzielung eines wärmeren Farbentones etwa 10 Kubikcentimeter einer Iprocentigen Lösung von rothem Blut- laugensalz zusetzen kann. Die Entfärbung ist meist in 2 bis 3 Stun- den vollendet, kann aber unter Umständen auch länger dauern. Gut auswaschen, entwässern u. s. w. Diese ]\[etliode ist recht bequem und liefert meist klare, gute Färbungen. 5. Modification der Weigert'schen Hämatoxylinfärbung nach Vnsale. Die Schnitte kommen in eine Lösung von 1 Gramm Hämato- xylin in 100 Gramm heissem AVasser; nach 3 bis 5 Minuten rasches Abspülen in destillirtem Wasser und Uebertragen für ebensolange in eine gesättigte Lösung von neutralem essigsauren Kupferoxyd und von dort, nachdem man sie abermals in destillirtem Wasser kurz abgewaschen, in die Weigert'sche Ferridcyankaliumlösung fpag. 22) zur Entfärbung. Diese sehr empfehlenswerthe Methode liefert meist Präparate, welche den nach der Weigert'schen Vorschrift gefärbten völlig eben- bürtig sind, sie hat aber den grossen Vortheil für sich, dass die ganze Procedur vereinfacht und in kürzester Zeit durchgeführt wird. Auch bleiben dabei, wie nach der Originalmethode von Weigert, die Nervenzellen durch ihre verschieden starke braune Tingirung deutlich sichtbar. — Bei weniger sorgfältiger Behandlung blassen aber die Markfasern bald ab. Metallimprägnirung der Präparate. 1. Ueberosmiumsäure nach Exner: Ganz kleine Stückchen (höch- stens 1 Kubikcentimeter gross) des Centralnervensystems werden frisch in ein nicht zu geringes Quantum Iprocentiger Ueberosmium- säurelösung gelegt, nach zwei Tagen wird die Lösung gewechselt, bei grösseren Stückchen auch öfter; in 5 bis 10 Tagen sind sie gewöhnlich durchgefärbt, können aber noch länger in der Flüssigkeit liegen bleiben. Dann wird das Präparat abgespült, für einige Secunden in Alkohol gelegt, aufgeklebt, respective eingebettet und geschnitten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211681_0048.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


