Chirurgie, in welcher alles, was zur Wund-Artzney gehöret, nach der neuesten und besten Art, gründlich abgehandelt, und in vielen Kuppffer-Tafeln die neu-erfundene und dienlichste Instrumente, nebst den bequemsten Handgriffen der chirurgischen Operationen und Bandagen deutlich vorgestellet werden / [Lorenz Heister].
- Lorenz Heister
- Date:
- 1743
Licence: Public Domain Mark
Credit: Chirurgie, in welcher alles, was zur Wund-Artzney gehöret, nach der neuesten und besten Art, gründlich abgehandelt, und in vielen Kuppffer-Tafeln die neu-erfundene und dienlichste Instrumente, nebst den bequemsten Handgriffen der chirurgischen Operationen und Bandagen deutlich vorgestellet werden / [Lorenz Heister]. Source: Wellcome Collection.
1081/1124 (page 1061)
![unb anbern 3ufdffen, bcbienet man ßd; im Söerbinben, nadjbent ber ©chabctt mit Sftebicamenfen Perfehen, am bequemßen eines spßaßcrS unb comprcße in gorm eines Sttaltbefer EreufJeS, tmb bann eben einer foid>en Söinbe, gfcid)* nnc oben bet; ber $®erbinbtmg jum männlichen ©liebe iß befchdeben worben* ©iehe bie gigur baoon Tab. U.fig. e, meiere hier nur eine Sßirtel; Ellen lang fet;n barflf, unb einen Singer breit* 20* 9]ad;bem eine oöen Unterarm genommen/ «nb bie 3urampu- 5D7itfel gegen bas bluten, famt ben fleinen comprelTen, Sarpie, ^ßaßer,*?*10* <in^ Olafen unb großen Somprcflen, aufgelcget worben, gleichwie folches bet) berg®”^00^ Äbnehmung biefer $he,k Pag* ^e4* betrieben, nimmt man eine Sßinbe^j^ 5* ober 6. Ellen lang/ 3* ginger breit/ unb auf jwep OvoHen gewicfelt, fdngt an, fel6ige ungefehr eine gute Jjpanb breit über ben ©tumpf, Tab. XXXT1IL fig. 19. c, mit 2* ober 3* Eircfelwinbungen feß $u wicfcln, um baburch 5«f5c^ berß alles, was porter appliciref worben a, wohl ju befeßigen* SRachbem biefes gefchehen, fchldgf man eine pon ben DMen über bcn©tumpf d foweit Surucf, baß man bas ubergefchlageue mit ber anbern Dvoßc, weld)e EircfeU SEBinbungen macht, befeßigen foitne. 2ffsbann fchldgt man jene Stoffe wie*, herum fchief $urucf auf bie erße ©eite, befeßiget fold;e abermal mit ber Eir* culafeDtoße, unb continuiret auf folche Spanier, eine ÖvoDe Überschlagen, bie anbere aber Eirculsweifc herumjufuhrett/ bis ber ©tumpf unbeompreflen allenthalben wohl bebeefet, unb eine ÜXoUe geenbiget: bereu Enbe mit betn «och übrigen pon ber anbern Öiolle burch doloiren befeßiget, unb biefes hernach mit Oiabeln angehejftct wirb, bamit aflfea wohl halten möge* SDian muß aber alle touren in biefeni SBerbanbe wohl an$iehen, bamit bie 2D?ebicamente unb übrige ©erdthfehaßt ßarcf gegen ben @tumpf angebrueff, unb bte3lbern beßo feßer jugebruefet werben, um baburch bas25iuten beßer $u perhinbern 9tad)* bem bas 95erbanb wohl appliciref, leget man ben Patienten in baS93ette,un& ben Ürm auf ein fjo^eö .Küßen, Idßet ben ©tnmpf mit ber $anb eines Sie* nerö wohl unbjange bruefen, gleichfalls, um bas iöluten beßo gewißer $uper* hüten, biß bewegen feine ©efahr mehr iß; unb enblich wenn ber ^atienf wieber auf fepn fan, hanget man ben 2tmt in eine ©chdrpe* 21. Vlad) 2tbne|>mimg ’oeo <ßber;2lrm$, wenn bie ©chlag > 2lbern SerBanb Wohl gebunben, iß bie Spanier $u perbinben ganß einerlei) mit ber porigen;na® 2ifa außer baß bie Sßinbe wcnigßens 6. Eilen lang fet)n muß* Sßenn aber ^S!?r25t 3lrm hatte muffen alljuhoch, als 2* 3. bis 4* giuger breit Pon bem 6betßen^rm^ ^ ©elencfe abgenomnteu werben, ober fo h^d) oben wäre weggefchoßen worben, gkichwie bergleicheu cafus im Kriege dfftero geßhehen, fo baß fein Övaunt mehr,um bas SBerbanban bem aß^ufur^en©tttmpfe feßgenug juappiieiren, muß man, nachbem bie 2fber gebunben, ober ba man folche nicht faßen fdnnte, tpoßt angebrmuit werben, eine 55mbe nehmen pon8t ®örn lang,unb4.ginger breit,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30504375_1083.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)