Beitraege zur Anatomie und Physiologie als Festgabe Carl Ludwig zum 15. October 1874 / gewidmet von seinen Schuelern.
- Date:
- 1874
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Credit: Beitraege zur Anatomie und Physiologie als Festgabe Carl Ludwig zum 15. October 1874 / gewidmet von seinen Schuelern. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![BEITRÄGE ZUR KENNTNIS S DER VENENELASTICITÄT VON WILHELM BRAUNE. Hierzu Tafel I u. II. Bei den Versuchen über den Einfluss gespannter Fascien auf die Bewegung des Blutes in den Venen veranlasste die bekannte Erscheinung der Erschlaffung und Spannung der Gefässe hei Beugung und Streckung der Extremitätengelenke die Aufstellung der Frage, ob und in wieweit die S p a n n u n g und Erschlaffung eines Gefässrohrs an sich Einfluss auf die Bewegung der darin ent- haltenen Flüssigkeit habe. Die Frage liess sich im Allgemeinen leicht beant- worten. Ein in die Vena saphena oder cephalica eingebundenes offenes Glasrohr zeigte eine deutliche Aufwärtsbewegung des Inhaltes, wenn die Vene oberhalb durch directen Zug verlängert wurde; und die Erscheinung liess sich durch die Annahme erklären, dass mit der Verlängerung des Venenrohres nicht eine gleichmässige Verengung des Lumen verbunden sei, sondern dass die gespannten Wände dem äusseren Drucke einen Widerstand setzten und eine Volumsvergrösserung bedingten, welche dann eine Ansaugung erzeuge. Ein daraufhin construirtes Modell, bestehend aus einer Gummiröhre mit Ventilen, die nach einer Richtung spielten und in bestimmten Intervallen angebracht waren, bewies die Richtigkeit dieser Annahme. Es liess sich mittels dieses Rohres durch abwechselndes Ziehen und Nachlassen des Zuges an dem einen Ende Wasser soweit heben, dass es von dem eingetauchten unteren Ende die senkrecht gestellte Röhre passirte und oben iiberfloss. (Die Horvath’- schen Bemerkungen über Kautschukelasticität [Centralblatt, 1873. No. 48] kamen mir erst später zu Gesicht). Wir besitzen also in der Spannung einer Vene ein vorübergehend wirkendes Mittel zur Blutbewegung in derselben und können durch wiederholte Spannung und Erschlaffung das Venenblut in der Richtung der vorhandenen Klappen vorwärtstreiben. Wenn sich nun auch beim lebendigen, sich bewegenden menschlichen Körper grosse Schwierigkeiten der Bestimmung entgegenstellen, wieviel auf dieses Moment Si](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22392622_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)