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Credit: Allgemeine Chemie der Enzyme / Hans Euler. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![extrakte erhalten zu haben (H. 46, 482; 1905), und Lewkowitsch und Macleod berichten über Neutralfett spaltende wässrige Lipaselösungen (Proc. Roy. Soc. 72). Die Darstellung von Lipasepräparaten aus Pankreas ist von Dietz und Pottevin näher ausgearbeitet worden (Bull. Soc. Chim. [3], 35, 693; 1906. — Vergl. auch E. Baur, /. f. angew. Chem. 22, 97; 1909.). Die Literaturangaben über Lipasen widersprechen sich ausserordentlich oft; indessen dürfte feststehen, dass Magenlipase und Pankreaslipase auch bezüglich ihrer Eigenschaften nicht identisch sind. Die beiden tierischen Lipasen scheinen in einem ähnlichen Verhältnis zueinander zu stehen wie die entsprechenden proteolytischen Enzyme Pepsin und Trypsin; jedenfalls unterscheiden sich beide wesentlich von den Samenlipasen. Pflanzliche Lipasen werden aus ölhaltigen Samen, besonders aus den- jenigen der Ricinusarten gewonnen. Die ersten Arbeiten über Ölsamenlipasen haben Green (Proc. Roy. Soc. 48, 370; 1890) und Sigmund ausgeführt. Weitere Beiträge zur Kenntnis dieser Enzyme verdankt man Connstein, Hoyer und Wartenberg (Chem. Ber. 35, 2988; 1902), ferner Nic 1 oux (Soc. Biol. 56, 840; 1904 und Proc. Roy. Soc. B. 77, 454; 1906), H. E. Arm- strong (Proc. Roy. Soc. B. 76, 606; 1905) u. a. Eine sehr gute Monographie hat Connstein für die „Ergebnisse der Physiologie“ (3; 1904) geschrieben. Bei E. Rouge (Zentralbl. f. Bakt. II, 18; 1907) findet man eine Literaturzu- sammenstellung speziell über pflanzliche Lipasen. Ricinuslipase ist nur in saurer Lösung, und zwar von auffallend starkem Titer wirksam. In den Samen ist es die Milchsäure, welche die Lipase akti- viert (Hoyer, H. 50, 414; 1906). Die Samen aus Abrus precatorius, welche den Ricinussamen nahestehen, spalten Fette nach Braun und Beh- rend (Chem. Ber. 1903) in neutraler Lösung; immerhin ist der Effekt verhältnismässig schwach. Charakteristisch ist für das Ricinusenzym, wie für die meisten eigentlichen Lipasen, deren Unlöslichkeit in Wasser; man ist deshalb gezwungen, die Presskuchen, welche bei der Entölung der Samen übrig bleiben, mit der Fettemulsion in innige Berührung zu bringen. Von den übrigen Vorkommnissen pflanzlicher Lipasen seien die Pilze erwähnt, und zwar sowohl Hutpilze als die niedrigen Arten, wie Penicillium (Gerard, C. r. 124, 370; 1897, Camus, Soc. Biol. 49, 192; 1897), Asper- gillus niger (Camus 1. c.) und besonders Hefe (Delbrück). Auch in zahlreichen Bakterien sind Lipasen nachgewiesen; sie bewirken das Ranzig- werden der Butter und anderer natürlicher Fette; (Literatur bei Fuhrmann, Bakterienenzyme; Jena 1907). Butyrasen. Gegen die ausgedehnte Anwendung der niederen Fett- säureäthylester und der Monoglyceride zum Studium der Lipasen ist mehr- fach Einspruch erhoben worden. Insbesondere haben Art hu s (Soc. Biol. 53, 381; 1902), sowie Doyen und Morel (C. r. 134, 1001 und 1254; 1902)](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28082485_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)