Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre.
- Johannes Orth
- Date:
- 1888
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Credit: Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre. Source: Wellcome Collection.
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![Stab eingeritzt wurde und welche dazu bestimmt sind, genaue ^lessungen des Objcctcs und seiner Theile voi'zunehmen. Das Miki'ometerglas wird entwedei' nach Abnahme der oberen Ocuiar- linse auf das in dem OcularcyJinder angebrachte Diaphragma ge- legt, oder durch eine an derselben Stelle angebrachte OefFnung von der Seite her in den Cylinder eingeschoben. Im letzeren Falle ist das Mikrometerglas in eine kleine Metallplatte eingelassen. ^lan wird nun nach dem .\nbringen des Miki'ometers beim Hineinsehen in das ^Mikroskop sowohl das Object als auch den durch die eigent- liche Ocuiarlinse gleichzeitig mit dem durch die Collective erzeugten Luftbild vergrösserten Mikrometermaasstab sehen und, da man sowohl das Object beliebig verschieben als auch den Maassstab drehen kann, im Stande sein, zu bestimmen, wie vielen Theil- strichen des Maassstabes die zu messende Dimension entspricht. Der Werth eines Theilstriches für eine bestimmte Linsencombination und bestimmte Tubuslänge wird aber von den Instumentenmachern in einer Tabelle mitgetheilt, so dass man dann also mit Hülfe dieser Angaben die absolute Grösse des Objectes berechnen kann. Die Berechnung geschieht entweder in Millimetern oder in j\Iikro- millimetern (= 0,001 Mm.), die auch Mikra oder Mikrome ge- nannt und durch ein fi bezeichnet werden. Wenn auch der an dem Tubus befestigte optische Apparat der an sich wichtigste Bestandtheil des ]\Iilvroskopes ist, so nimmt doch auch das Stativ mit seinen Bestandtheilen für den Gebrauch eine nicht geringere Wichtigkeit in Anspruch. Da sind in erster Linie die Vorrichtungen für die gehörige Beleuchtung des Objectes zu erwcähnen. Nur in seltenen Fällen kommen wir in die Lage, Prä- parate bei auffallendem Lichte zu betrachten, die Regel bildet rlio Untersuchung bei durchfallendem Lichte. Um den Hinzutritt des Lichtes zu dem Präparate von unten her zu ermöglichen, befindet sich in der Mitte der an dem Stative in horizontaler Richtung befestigten und für die AuriiaJimc des Präparates bestimmten Platte, des Objecttisches (Fig. \. u. 3. Oi), eine niiido OefTnuni^- und, da das gewöhnliche diilüse Tageslicht bei weitem nicht zu der Beleuchtung des Präparates hinreicht, um er dem Tische ein womöglich nach allen Richtuugen hin beweglicher Spiegel (Sp.), mittelst dessen laicht aufgefangen und nach oben auf das Object reflectirt werden kann. Der S|Hegel ist bei kleinei'en ]\Iikros]vOj)en nur ein einfai'hei', dami aber immer ein conca\'er, bei grösseren](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211528_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


