Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre.
- Johannes Orth
- Date:
- 1888
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Credit: Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre. Source: Wellcome Collection.
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![Instrumenten ein doppelter, auf der einen Seite concav, auf der anderen plan. Die Wirkungsweise beider ist Ivlar. Der Plan- spiegel wirft die parallel auffallenden Lichtstrahlen auch parallel zurück, so dass also bei gehöriger Stellung nur ein kleiner Theil derselben durch die Oeffnung in dem Objecttische auf das Präparat fällt; der Concavspiegel dagegen vereinigt sämmtliche parallel aufifallenden Lichtstrahlen in seinem Brennpunkte und wird also ein in oder doch nahe bei demselben befindliches Object sehr in- tensiv beleuchten, ein Verhältniss, wie es bei den Mikroskopen eben der Fall ist. Da es eine sehr wichtige Frage ist, welche Lichtquellen man zu der Beleuchtung mikroskopischer Objecto wählen müsse, so sollen hier gleich einige Bemerkungen darüber Platz finden. Durchaus zu vermeiden ist das directe Sonnenlicht, da es viel zu grell und zu glänzend ist und ausserdem alsbald eine Ueberreizung der Netzhaut erzeugen würde; ebenso Avenig ist künstliches Licht zu empfehlen, da auch dieses die Augen, sehr angreift und ausser- dem die Farbe der Präparate verändert. Wenn man es anzuwenden genöthigt ist, so sollte man wenigstens immer durch Anwendung eines blauen Cylinders oder durch Einfügen eines blauen Glases zwischen Lichtquelle und Spiegel oder an irgend einer anderen Stelle auf dem Wege der Lichtstrahlen die an sich gelbe Farbe des künstlichen Lichtes so viel Avie möglich in Weiss zu verwandeln suchen. Dass man die künstliche Lichtquelle im Interesse des Auges und Gehirnes so weit entfernt stellen muss, dass ihre strahlende Wärme nicht bei ästigt, habe ich Avohl kaum nöthig zu bemerken. Um die Uebelstände des Arbeitens mit künstlichem Licht möglichst zu verringei'n hat man besondere Mikroskopir- lampen construirt, von welchen ich die neuerdings nach Dr. Lassar von F. W. Dannhäuser, Berlin S.W., Zimmerstrasse 95. herge- stellte mit zufriedenstellendem l]rfolge selbst vieJfach benutzt habe. h]in ganz angr-nehmos Liciit ka;nn maji sich mit jeder beliebigen Lampe herstellen, Avenn man eine sog. Schusterkugel mit bJassblauer l'liissigkcii vor dem Spiegel in der gehörigen h]ntrernung anbringt. Man kann sif'h eine solche Kugel sehr leicht dadurch herstellen, dass niJin ''in riinfles Koclikölbeben mit Wasser füllt, welchem man ein Mininnnn von iHet^hylenbJau zugesetzt hat. Das beste Licht ist indessen innncr dasjenige, welches uns der Tageshimmel liefert, aber aij('li dieses ist nicht immer gleicJi gut,, i^jnersoits sind solche](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211528_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


