Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre.
- Johannes Orth
- Date:
- 1888
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Credit: Cursus der normalen Histologie zur Einführing in den Gebrauch des Mikroskopes, sowie in das practische Studium der Gewebelehre. Source: Wellcome Collection.
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![Bildung angehörige, von den Riechhaaren durchbrochene Membrana limitans externa vorhanden ist. Auf der Limitans interna liegt eine Reihe von protoplasmatischen Zellen auf, Avelche besonders reich an Pigmentkörnchen sind und eine pja^amidenförmige Gestalt haben. Eine weitere Besonderheit der Regio olfactoria sind in ihre Schleimhaut eingebettete schlauchförmige, mit enger Mündung und oft gewundenen Schläuchen versehene Drüsen (Bowmansche Drü- sen, Fig. 118 B.), welche rundliche Epithelzellen enthalten, die meistens mit bräunlichen Pigmentkörnchen versehen sind. Beim Menschen nähert sich die Gestalt der Drüsen mehr der traubigen. Präparate. 1. Isolirte Zellen (Fig. 118 A.). Sehr leicht lassen sich die Zellen der Riechschleimhaut des Frosches untersuchen. Wenn man mit einer Scheere von den Nasenlöchern aus die Nasenhöhlen eröffnet, so erkennt man die Riech- schleimhaut sofort an ihrer dunkelbraunen Farbe. Man schneidet die Wan- dungen mitsammt der Schleimhaut heraus und bringt die Stücke sofort in ] proc. Osmiumsäure. Nach einigen Tagen zerzupft man in ganz dünner Lösung von Anilinviolett. Isosirte Zellen und kleine Fetzen des Riechepithels. Die Haare sind sehr zart und sehr zerbrechlich. 2. Uebersichtsschnitte (Fig. 118 B.). Man durchsäge den Kopf eines eben getödteten Kaninchens in der Richtung der Nasenscheidewand und schneide dann diese, an welcher man ebenfalls die Riechschleimhaut durch die bräunliche Färbung erkennt, heraus. Härtung in M, Fl. und Alkohol. Querschnitte mit Hülfe von Klemmleber etc. Am schönsten werden die Bilder, wenn die Schnitte von dem Rande der Regio olfactoria gemacht werden, an denen man dann die Anschwellung der Epithelschicht sowie der ganzen Schleimhaut sehen kann. Färbung mit Hämatoxylin. In dem Epithel sieht man in einiger Entfernung von der Oberfläche eine zusammenhängende Reihe von Kernen, welche den Stützzellen angehören, in den tieferen Schichten eine grosse Menge von regellos gelagerten Kernen, welche den Riechzellen angehören. In den tiefsten Schichten des Epithelstratums und in den Bow- m an'sehen Drüsen, von welchen man verschiedenartige Durchsclinitte sieht, bräunliche Pigmentkörnchen. Schleimhaut sehr zellenreich, mit dicken Nerven- fasern. Buchalow empfiehlt zur Färbung der in Alkohol gehärteten Präpa- rate eine Mischung von Safranin und Methylgrün (zu der S. 58 angegebenen alkoholisch-wässerigen Safraninlösung setzt man so lange Methylgrün zu, bis eine violette Farbe entsteht, wobei man lieber zu viel als zu wenig Methylgriin benutzt; Abspülen inWasser), durch welche die Kerne derEpithelzellen himmel- blau, diejenigen der Riechzelien röthlich gefärbt werden.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211528_0390.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


