Die Luftröhrenschnitt bei Schusswunden : ein Beitrag zur Kriegschirurgie / von Dr. Lotzbeck.
- Lotzbeck, C.
- Date:
- 1873
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Luftröhrenschnitt bei Schusswunden : ein Beitrag zur Kriegschirurgie / von Dr. Lotzbeck. Source: Wellcome Collection.
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![1 Fiedler [Archiv der Heilkunde 1871, XII. 3. S. 212.] räth auf eine Beobachtung gestützt, bei vrelcher die Röhre ein halbes Jahr getragen wurde und Ulcerationen an der Lagerungs- stelle derselben sich befanden, in Fällen, in denen die Canule sehr lange liegen bleiben muss, dieselbe von Zeit zu Zeit durch eine längere oder kürzere mid auch etwas anders geformte zu ersetzen, namentlich aber dann, wenn Athmungsbeschwerdeu besonders beim Exspirium eintreten. (In dem von Fiedler mit- getheilten Falle war die Trachea so weit als die Canule nach Abwärts gelegen hatte, nach Unten zu scharf ringtörmig abge- schnitten , exulcerirt, die Schleimhaut usurirt und stellenweise auch das submucöse Gewebe bis auf die Knorpel zerstört und verschwärt. Woselbst die Canule nach Unten zu endigte, war die Schleimhaut ringförmig gewulstet und in das Innere der Canule hineingewuchert, so dass mau nach Entfernung der Canule sehr deutlich den vertieften Abguss derselben in der Trachea erkennen konnte, welcher nach Unten durch einen Schleimhautwall begrenzt wurde.) (lieber das Verweilen einer Canule in einem Bronchus vergl. auch Masing [Petersburger medic. Zeitschrift 1870. XII, S. 30]. Nur angedeutet zu werden braucht die entsprechende allge- meine Behandlung nach der Operation, vorzugsweise bestehend in guten Unterkunftsräumen und in einer kräftigen Diät. Sollte der paralytische oder paretische Zustand der den Schlingact be- sorgenden Muskel länger bestehen, so darf die künstliche Ernährung des Kranken ja nicht verabsäumt werden (Einführung der Schlund- sonde in den Magen und Beibringung kräftiger Nahrungssub- stanzen, ernährende Clysmata, welche namentlich in England eine bedeutende Rolle spielen). Vergl. Heyfelder, Ernährung durch die Schlundsonde und das Fleisch - Pankreas - Klystier. Deutsche Zeitschrift für Chirurgie. II. Band. 3. Heft. S. 324. In Anbetracht übler Zufälle, welche während der Operation eintreten können, ist in erster Linie des Eintrittes von Blut in die Luftwege, nachdem dieselben geöffnet worden sind, Er- wähnung zu geschehen. Dieses Vorkommniss wird sich allerdings um so seltener zeigen, als die Blutstillung in der angegebenen Weise vor der Incision in den Kehlkopf oder Luftröhre eiu- geleitet wurde und es durchgehend als Regel angesehen wird, die Eröffnung dieser Theile nicht früher vorzunehmen, als man](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22350767_0104.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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