Die Luftröhrenschnitt bei Schusswunden : ein Beitrag zur Kriegschirurgie / von Dr. Lotzbeck.
- Lotzbeck, C.
- Date:
- 1873
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Credit: Die Luftröhrenschnitt bei Schusswunden : ein Beitrag zur Kriegschirurgie / von Dr. Lotzbeck. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![liaite todt uuisiukeii sehen. Am 14. Tage nach der Operation wollte Voltolini die Geschwulst entfernen, fand aber zu seinem Erstaunen nur ein Gewächs von der Grösse einer kleinen Beere, die Athmung war durch die zugehaltene Canule vollkommeji frei. Der Patient trägt aber noch die Canule. — Zur Erklärung des Verschwindens der Geschwulst nimmt Voltolini an , dass er mit dem Galvauocauter auch die Geschwulst getroffen habe, dass da- durch die Neubildung ertüdtet und vereitert sei , ein Erfolg, der als Unicum eines Effectes von Laryngo-Tracheotomie mit liecht hingestellt werden kann. Auch Bard eieben bespricht die Anwendung der Galvano- caustik zu diesem Zwecke. [Lehrbuch der Chirurgie 6. Ausg. III Bd. S. Ü94]. — Ich glaulje, dass namentlich bei Pseudoplasmen im Inneren der Luftwege die Galvanocanstik als Eröllhungsmittel des Kehlko])fes oder der Trachea, l)esonders wenn sich der von Voltolini beobachtete Erfolg hinsichtlich des Schrumpfen etc. der Geschwulst in weiteren Fällen bestätigen sollte, sehr an Terrain gewinnen wird: für die Feldchirurgie Avird dieselbe je- doch nur unter ganz besonderen und ausnahmsAveisen A’^erhält- * nissen z. B. in Reservelazarethen überhaupt zur .\nAvendung kommen können. Dies gilt noch mehr von dem Gebrauche des Aetzmittels zur Eröffnung der LuftAvege. Als übles Ereiguiss kann ferner Avährend der Operation Ver- fehlen des richtigen Weges bei Einlegung der Canule und zwar in zweifacher Richtung Vorkommen. a) Die Canule Avird zAvischen den Knorpeln und der Schleim- haut vorgeschoben, indem letztere — namentlich bei starker Schwellung und Abhebung im Gefolge von perichondritischen Processen — entweder nicht vollkommen durchschnitten wird oder die Schnittöffnung sich wieder verlegt. Dieses Vorkommniss — decollement der Schleimhaut — ist von v. Pitha [Zeitschrift der Wiener Aerzte 1860. 3.] auf Grund einer Beobachtung'*') *) Pitha fand bei einem Soldaten, Avelcher nach fünfwöchent- licher Kurzathmigkeit in das Hospital kam und Avegen der heftigen Dyspnoe sogleich laryngotomirt Avnrde, nach fünf Tagen aber starb, bei der Section ein zollgrosscs Schleimhaut.stück vom necrotisirteu Schild-Ringknorpel losgelöst, durch Avelches das Lumen des Kehlkopfes verschlossen Avar.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22350767_0110.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)