Ueber den Einfluss des Lichtes auf die Haut / von E. J. Widmark.
- Widmark, E. J.
- Date:
- [1889]
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Credit: Ueber den Einfluss des Lichtes auf die Haut / von E. J. Widmark. Source: Wellcome Collection.
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![Verstich III. Der eben beschriebene Apparat wurde benutzt. Ein Albinos-Kaninchen wurde so placirt dass die rasirte Hautpartie von dem ganzen durch den Apparat gegangenen Lichtbüschel getroffen wurde. Die der Eergkrystallplatte entsprechende Hautpartie wurde durch einen Lapisring abgegrenzt. Dauer des Versuches drei Stunden. Während und unmittelbar nach dem Versuche, auch nicht drei Stun- den s])äter, war keine Veränderung zu bemerken. Am folgenden Tage erschien an der inneren Zone eine schwache Rothe, welche nach noch 2-4 Stunden zunahm, dann allmählich erblasste und mehr gelblich oder gelbbraun wurde. Nach sechs Tagen zeigten sich Anzeichen einer Ab- schuppung, welche allmählich recht stark wurde und sogar nach 14 Tagen noch vollkommen deutlich zu beobachten war. Der uebrige Theil der rasirten Haut toar die ganze Zeit hindur.ch normal. Auch in diesem Falle zeigte es sich, dass das durch den Bergkrystall filtrirte, an ultravioletten Strahlen reiche' Licht wirksam war, während dagegen das dm'ch Glas fil- trirte, an diesen Strahlen arme keinen Einfluss ausübte. Man konnte aber sich denken, dass die Wirksamkeit der dmxh den Bergkrystall filtrirten Strahlen von anderen Ursachen als deren Beichthum an ultravioletten Strahlen bedingt wäre. Die Eergkrystallplatte war im Centrum des parallehen Lichtbüschels placirt und Hess also die der op- tischen Achse am Nächsten hegenden Strahlen hindurch. In Folge der sphärischen Aberration werden die Rand- strahlen stärker wie die übrigen gebrochen und hierdurch wird, ceteris paribus, die centrale Zone reicher an Licht wie die peripherische. Der Erfolg des durch die Eergkry- stallplatte filtrirten Lichtes war also möglicher Weise da- durch erzielt, dass es die centralen und intensiveren Strah- len enthielt. Um dieser Einwendung zu begegnen, wurde der Apparat in der Weise verändert, dass die Eergkrystall- platte excentrisch an der Glasplatte gekittet wurde und zwar so, dass sie nach innen das Centrum des Cirkels erreichte und nach aussen bis zur \ cm. Entfernung von dessen Peripherie sich erstreckte. Mit dem veränderten Apparate wurden mehrere Ver- suche angestellt und zwar am Menschen an der Vorder- seite des Unterarmes. Die der EergkrystaUplatte ent- sprechende Stelle wurde wie bei den früheren Versuchen durch Lapis umgegrenzt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21634348_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)